Biographie Heinrich Böll (1917 – 1985)

, um der Hektik der Schriftsteller zu entfliehen, die jetzt über ihn herrscht. Er schreibt den Sozialbericht“Irish Diary“ (Böll, 1961), der“einen realistischen Einblick in die politischen Realitäten des Landes gibt“ (Encarta Encyclopedia) und zu einem seiner erfolgreichsten Werke überhaupt wird. In den folgenden Jahren schrieb Böll die Bücher“Und sagte kein einziges Wort“ (Böll, 1953), in denen er eine Kirche forderte, die sich mehr um die bedürftige Bevölkerung kümmerte und“Billard um halb zehn (Billard um halb zehn ist ein Roman des deutschen Autors Heinrich Böll von 1959)“ (Böll, 1959), in dem er sich mit dem Faschismus (Faschismus ist eine Form des radikalen autoritären Nationalismus, der im Europa des frühen 20. Jahrhunderts an Bedeutung gewann) in Deutschland (Nazi-Deutschland ist der gemeinsame englische Name für die Zeit von 1933 bis 1945, als Deutschland von einer Diktatur unter der Kontrolle von Adolf Hitler und der Nazi-Partei regiert wurde) vor dem Zweiten Weltkrieg (Zweiter Weltkrieg, auch bekannt als Zweiter Weltkrieg, war ein weltweiter Krieg, der von 1939 bis 1945 dauerte, obwohl damit verbundene Konflikte früher begannen) und mit Widerstand gegen die Diktatur. 1963 schrieb Böll seinen wohl erfolgreichsten Roman“Ansichten eines Clowns“ (Böll, 1963). Er beschreibt und kritisiert in ihm aus der Sicht eines Clowns, der die Gesellschaft“verlässt“, der sogenannten Wohlstandsgesellschaft und Bölls“Moral der katholischen Kirche“ (Encarta-Enzyklopädie) – 1967 erhält er den Georg-Büchner-Preis (der Georg-Büchner-Preis ist neben dem Goethe-Preis der wichtigste Literaturpreis für die deutsche Sprache). Von 1970 bis 1972 war er Präsident des Deutschen PEN-Zentrums und von 1971 bis 1974 des internationalen PEN-Clubs (PEN International ist eine weltweite Vereinigung von Schriftstellern, die 1921 in London gegründet wurde, um Freundschaft und intellektuelle Zusammenarbeit unter Schriftstellern überall zu fördern). Am 10.12.1972 erhielt er den Nobelpreis für Literatur in Stockholm (Stockholm ist die Hauptstadt Schwedens und die bevölkerungsreichste Stadt in den nordischen Ländern; 932.917 Menschen leben in der Gemeinde, etwa 1,5 Millionen im Stadtgebiet und 2,3 Millionen im Großraum). Im selben Jahr veröffentlichte er den Artikel“Wird Ulrike Gnade oder sicheres Geleit haben?“ (Böll, 1972) im Spiegel, in dem er die Bild-Zeitung und ihre Methoden scharf kritisiert. Er wirft der Bild-Zeitung vor, Thesen auf reine Vermutungen aufzubauen und Lynchjustiz zu fordern: Wo die Polizeibehörden ermitteln, verdächtigen, kombinieren, ist“Bild“ schon deutlich weiter: „Bild“ weiß. (….) Die Schlagzeile“Die Baader-Meinhof-Bande (die Rote Armee Fraktion, in ihrer Anfangsphase allgemein bekannt als Baader-Meinhof-Gruppe oder Baader-Meinhof-Bande, war eine von der Stasi unterstützte westdeutsche Terrorgruppe) mordet weiter“ ist ein Aufruf zum Lynchen. Millionen, für die das“Bild“ die einzige Informationsquelle ist, werden so mit gefälschten Informationen versorgt.“ (ebd.) Böll hat in den folgenden Jahren mit vielen Vorwürfen zu kämpfen.Er bekommt Drohanrufe und Briefe, dass er ein“rotes Schwein“ ist.1974 schrieb er das Buch“Die Verlorene Ehre der Katharina Blum, oder: Wie Gewalt entsteht und wohin sie führen kann, ist ein Roman von Heinrich Böll von 1974? (Böll, 1974). In diesem Buch zeigt er mit dem Gerechten K. Blum, wie die Bild-Zeitung der Axel Springer AG sie als“rote Räuberfreundin“ bezeichnet, ihre Ehre zerstört und sie zur Mörderin macht. 1975 erscheint ein ausführliches Interview von C. Linder mit Böll unter dem Titel“Drei Tage im März“ (Böll/Linder, 1975). In diesem Buch spricht Böll erstmals ausführlich über seine Kindheit, das Elternhaus, die Wirtschaftskrise, seine erste Schreibmotivation und das Problem der Gewalt, mit dem er sich damals sehr beschäftigt hat und mit dem er sich künstlerisch (z.B. Katharina Blum) und journalistisch (z.B. Veröffentlichungen im Spiegel) auseinandersetzt. Böll engagiert sich politisch unter anderem für die Freilassung eines Schriftstellers in und des sowjetischen Nobelpreises (Der Nobelpreis ist eine Reihe von jährlichen internationalen Auszeichnungen, die in verschiedenen Kategorien von schwedischen und norwegischen Institutionen in Anerkennung akademischer, kultureller und kultureller Leistungen vergeben werden, und/oder wissenschaftliche Fortschritte) Gewinner Andrej Sacharow (Andrej Dmitrijewitsch Sacharow war ein russischer Atomphysiker, sowjetischer Dissident, ein Aktivist für Abrüstung, Frieden und Menschenrechte) in der Sowjetunion (Die Sowjetunion, offiziell die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken war ein sozialistischer Staat in Eurasien, der von 1922 bis 1991 existierte). 1979 erkrankt Böll an einer Verengung des rechten Beins; er muss sich mehreren Operationen unterziehen. Böll starb am 16. Juli 1985. Er ist mit großer öffentlicher Anteilnahme begraben. Nach seinem Tod werden viele Schulen nach ihm benannt und die Heinrich-Böll-Stiftung wird gegründet.