Chronologie

Die MEROWINGER

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Chlodwig (Merowingischer Kleinkonig) erobert das romische Nordgallien  Beseitigung der anderen Kleinkonige  Ausdehnung des neuen Reiches nach Suden und Osten

Chlodwig nimmt katholischen Glauben an  zieht Bischofe auf seine Seite  keine religiosen Gegensatze mehr  katholisches Burgertum wachst zum Reichsvolk zusammen

511

Chlodwig stirbt  nach alter germanischen Traditionen: Reich wird unter seinen Sohnen aufgeteilt  Austrien – Neustrien -¬ Burgund  Bruderkriege schwachen die merowingische Konigsfamilie Adels-familien, insbesondere die Karolinger, gewinnen an Einfluss

Die KAROLINGER

Nach 678

Die Karolinger bauen ihre Stellung als Hausmeier aus  ubernehmen langsam die kompletten Aufgaben eines Konigs im frankischen Reich Karl Martell (714-741) verteidigt das Land erfolgreich gegen eindringende Horden  bekommt Spitznamen „der Hammer“

Er geht in religiosen Angelegenheiten neue Wege: Martell unterstutzt den angelsachsischen Missionar Bonifatius  organisiert das komplette Kirchenwesen im Frankenreich neu: Der Bau von Klostern und staatlichen Verwaltungsstutzpunkten erfolgt parallel  das Ansehen der Karolinger bei Papst und Kirche steigt

 Merowinger fuhren ein Leben als Schattenkonige: Problem: Merowinger konnen nicht abgesetzt werden, da sie unter Berufung ihrer Geblutsheiligkeit Widerstand formieren konnten.

Nach 750

Martells Sohn Pippin wird nach dem Tode seines Bruders alleiniger Hausmeier  wendet sich an Papst: mochte Missverhaltnis zwischen Machtzentrum und Titel beenden  Papst stimmt zu  Merowinger werden abgesetzt

768

Pippin stirbt  Reich wird nach Tradition unter seinen beiden Sohnen aufgeteilt

Ab 771

Ein Sohn stirbt kurz nach dem Vater  Karl (spater „der Gro?e“) wird alleiniger Herrscher  Eroberungen gegen Langobarden, Bayern und Sachsen  Frankenreich wird endgultig zum Gro?reich

An noch nicht endgultig gesicherten Grenzen richtet er sogenannte Schutzzentren mit Wehrbauern ein.

Er verwirklicht seine Ideen: – Christianisierung der unterworfenen Heiden

– Aufbau eines effizienten Verwaltungssystems

– Entwickelt das Lehenwesen und die Grundherrschaft aus Vorformen

– Fordert die Kunste und die Wissenschaft

 Kaisererhebung in Rom  begrundet damit die Tradition des abendlandischen Kaisertums

Da nur einer seiner Sohne, Ludwig, seinen Vater uberlebt erbt dieser das ganze Reich. Trotz der guten Ausgangsbedingungen beginnt unter seiner Herrschaft die Auflosung des karolingischen Gro?reiches, da noch immer der germanische Rechtsbrauch der Reichsteilung mit dem Gedanken der Reichseinheit von geistlichen Wurdentragern im Kontrast steht. Ludwig andert die Erbfolge zugunsten seiner Sohne aus erster Ehe  Sohne aus zweiter Ehe fuhlen sich benachteiligt erheben sich gegen Vater und spater gegen ihre Bruder Bruderkriege, die noch weit uber Ludwigs Tod (840) andauern  Zusammengehorigkeitsgefuhl der Bevolkerung schwindet  Sprachunterschiede romanisch West  germanisch Ost werden deutlich  Teilungsvertrage  Beste Voraussetzungen fur Ludwig (spater „der Deutsche“): Ihm wurden die gesamten rechtsrheinischen Gebiete und die linksrheinischen Bistumer Mainz, Speyer und Worms inklusive ihrer linksrheinischen Besitzungen zugesprochen  macht Bayern zu seinem Herrschaftszentrum  lange Regierungszeit stutzt sich auf in die Politik und Familie eingebundenen Adelsfamilien  Zusammengehorigkeitsgefuhl der Ostfranken

Ab 911

Der letzte ostfrankische Karolinger stirbt  Herzoge ubertragen die Herrschaft nicht an den nachsten, westfrankischen, Verwandten, sondern wahlen einen Nachfolger aus ihren eigenen Reihen: Frankenherzog Konrad  kann sich nicht durchsetzen  bestimmt Sachsenherzog Heinrich zum Nachfolger  dieser bindet Konigswurde an seine Familie  verhindert erneute Reichsteilungen indem er Otto als Nachfolger festlegt

 Stammesherzoge akzeptieren seine Entscheidung durch Wahl