Der irak –

Ich habe mich entschieden uber den Irak zu referieren weil ich mich mindestens seit dem 2. Golfkrieg im Jahre 1990 dieses Land interessiert.

Die Geschichte des Iraks beginnt bereits im 4 Jahrtausend vor Christus. Der Irak war damals von den Sumerern bewohnt Die Akkader grundeten im 3 Jahrtausend die beiden Reiche Babylonien und Assyrien. 539 eroberte Kyros II Babylonien und verleibte es dem Perserreich ein. Unter den Sassaniden lag die Hauptstadt Ktesiphon im Irak. Dann eroberten die islamischen Araber das Land, 750 machten die Abbasiden Kalifen Bagdad zur Hauptstadt und den Irak zur Zentralprovinz. 1534 eroberten die Turken Bagdad und konnten 1638 schlie?lich den ganzen Irak in ihr Turkisches Reich eingliedern. Im 1 Weltkrieg eroberten die britischen Truppen das Zweistromland. Deutsche und turkische Truppen waren dagegen aber 1921 wurde der Irak schlie?lich britisches Mandatsgebiet. Durch den Vertrag am 30.6.1930 wurde das Land zwischen den zwei Flussen nominell selbstandig. Ihre volle Souveranitat erhalt der Irak erst 1955. Bis dahin jedoch blieb die britische Oberhoheit bestehen. Auf Faisal den I. folgte 1933-39 Ghasi I. Diesem folgte der noch minderjahrige Faisal II. der bis 1953 unter der Vormundschaft seines Onkels Abd – al – Ilah bleibt. Die englandfreundliche Regierung des Nuri – as – Saids wurde 1952 gesturzt 1954 kam Nuri- as – Said erneut an die Macht und loste die Parteien auf. 1955 dem Freiheitsjahr des Iraks wird ein Beistandspakt im Rahmen des Bagdad Paktes erarbeitet. Dieser Pakt gibt dem Irak das Recht Militarbasen zu unterhalten. In der Revolution von 1958 kamen der Konig, der Kronprinz und der Ministerprasident Nuri – as – Said ums leben. Abd – al – Karim Kassem grundet eine Regierung und erarbeitete 1958 fur die VAR der Vereinigten Arabischen Republik einen Vertrag und trat gleichzeitig aus dem Bagdad Pakt aus. Der Irak bezog Hilfsmittel aus Ru?land. 1961 versuchten Kurden ihre Bestrebungen nach Autonomie durchzusetzen was aber fur die Kurden in einen ungleichen Kleinkrieg ausartete. 1975 wurden Sie endgultig unterworfen. im gleichen Jahr schlo? der Irak mit dem Iran ein Abkommen uber die Grenzregelung am Schatt al Arab. Nach der iranischen Revolution von 1979 befanden sich praktisch beide Lander schon im Kriegszustand. 1980 erklarte Saddam Hussein den Vertrag fur ungultig und griff den Iran militarisch an. Daraus entwickelte sich der 1. Golfkrieg , der 1988 mit einem Waffenstillstand beendet wurde. 1990 annektierte der Irak den Kuwait, was sich allerdings ein halbes Jahr spater als fataler Fehler erwies, den Amerika u. andere Lander entsandten daraufhin ihre Truppen und brachten 1991 mit der Operation „Wustensturm“ Saddam Hussein und den gesamten Irak an den Rand des Ruins Die Kurden nutzten dies sofort aus wurden aber brutal niedergeschlagen, worauf die Alliierten sofort eine Schutzzone beantragten die den Irakischen Truppen nicht erlauben sollten ihren Fu? uber den 35. Breitengrad zu setzen. Trotz dieser Ereignisse blieb Saddam Hussein an der Macht.

Der Irak erlebte seinen Aufschwung in den 50 Jahren. Er zahlte in den 80er Jahren zu den bedeutendsten Olexporteuren. Weite Teile der einst als wertlos angesehenen Olgebiete – Felsen und Wuste – liegen uber unerme?lichen unterirdischen Olseen.

Das Bild der Hafenstadte von Basra bis Mosul ist stets das gleiche: Raffinerie Anlagen Pipelines und Betonbauten soweit das Auge reicht. Der Irak konnte sich in den 90er Jahren noch nicht entfalten weil er von den USA mit Sanktionen kurz gehalten wurde.

Im Norden und ostlich des Tigris steigt das Land stufenformig zum armenischen Bergland und zu den iranischen Randgebirge an. Im Westen und Sudwesten des Landes erstreckt sich ein leicht welliges Tafelland aus Sandsteinen, meist Wuste oder Wustensteppe. Das war aber nicht immer so. 1285 zogen die Mongolen im Irak ein. Das Bewasserungssystem das die Iraker damals so ausgeklugelt gebaut hatten, wurde vernachlassigt und schlie?lich aufgegeben. Die fruchtbare Kernlandschaft, das eigentliche Mesopotamien, reicht etwa von Bagdad bis zum persischen Golf.

Der Irak hat ein sommerhei?es und wintermildes Klima mit Niederschlagen fast nur im Winter. Der Westen und der Suden hat Anteil am afrikanisch vorderasiatischen Klima.

Der Irak liegt zwischen dem 29º und 37º nordlicher Breite sowie zwischen dem 39º und 48º ostlicher Lange. Im Irak leben 17, 6 Millionen Einwohner und. Der Irak umfa?t Flache von rund 438 000 km2.Die zu 96 % islamische Bevolkerung besteht zu 77% aus arabisch sprechenden Irakern, 19 % Kurden und 2 % Turken. Gab es 1989 noch 3 % Christen so gibt es jetzt hier nur mehr einen Knappen Prozent Es gibt 3 Universitaten im Irak. Je eine in Bagdad, je 1 in Mosul und eine in Suleimania. Die Analphabetenquote betragt 54 %.

Die Landwirtschaft ist die Lebensgrundlage fur 30 % der Bevolkerung und liefert Datteln, Weizen, Tabak, Gerste, Reis, Baumwolle ect. Die Viehzucht wird zum Teil noch nomadisch betrieben. Entscheidendes Exportprodukt ist das Erdol. Die Industrie verarbeitet vor allem Erdol und andere landwirtschaftliche Produkte. Die Energiewirtschaft verfugt neben Warmekraftwerken auf Erdolbasis noch uber sechs gro?e Stauanlagen an den Zuflussen des Tigris.

Als zentrales Land Vorderasiens verbindet der Irak den indischen und den mittelmeerischen Kulturraum. Der Landname wurde von der Landschaft Iraq Arabi das ist Untermesopotamien auf den Staat nach der von Gro?britannien erworbenen Unabhangigkeit im Jahr 1930 ubertragen.

Der Irak liegt zwischen dem 30 und 37 Grad nordl. Breite und zwischen dem 39 und 48 Grad ostlicher Lange.

Die Nachbarlander sind die Turkei im Norden Syrien und Jordanien im Westen, Saudi Arabien und Kuweit im Suden und Iran im Osten.

Über den Schatt el Arab das ist der Unterlauf der Flusse Euphrat und Tigris hat der Irak Zugang zum Persischen Golf.

Das Land la?t sich in zwei Kernlandschaften , das sind Unter- und Obermesopotamien, und zwei Randlandschaften

– Kurdistan und Arabische Wuste gliedern. Die Kernraume gehoren zum sogenannten. Fruchtbaren Halbmond, dem dichter besiedelten Randstreifen der Arabischen Halbinsel.

Der Irak ist ein Senkungsgebiet zwischen den iranischen Randgebirgen und der syrisch-arabischen Tafel. In der Senke des im Tertiar aufgefalteten Gebirge Kurdistans und des Zagros entstanden Erdollagerstatten.

Untermesopotamien ist das alte Babylonien, eine Aufschuttungsebene von Euphrat und Tigris, unterbrochen von einigen Seen und Senken. Obermesopotamien entspricht dem alten Assyrien und reicht bis ins heutige Syrien.

Im Nordosten hat der Irak Anteil an den Gebirgen Kurdistans. Sie bestehen aus Ablagerungs und kristallinen Gesteinen wobei Kalkketten haufig sind. Im Westen greift die arabische Wuste ins Land. Die eintonige sandig steinige Landschaft wird lediglich durch einige sporadisch wasserfuhrende Flusstaler durchbrochen.

Der Irak liegt in den Subtropen. Zum gro?ten Teil liegt das Land im Bereich des Wustenklimas mit Niederschlagen unter 100 mm jahrlich.

Lediglich die Gebirge erhalten im Winter gro?ere Niederschlage. Die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter sind sehr gro?.

Die Steppen und Wusten Iraks gehoren zu den hei?esten Gebieten der Erde. Aus dem regenreichen Anatolien in der Turkei stammen die Zwillingsflusse Euphrat und Tigris. Besonders wasserreich ist der Tigris weil er aus dem Zargrosgebirge viele Nebenflusse erhalt. Alljahrlich wiederholt sich hier im Fruhjahr mit der Überschwemmung zuerst des Tigris- dann des Euphrats der ewige Kreislauf von Bewasserung und Wachstum

Angebaut werden: Weizen Gerste Reis Tabak Baumwolle

Au?erdem zahlt der Irak zu den gro?ten Dattellieferanten der Welt.

In den Wustenoasen des Landes und an den Ufern des Schatt el Arab gibt es ausgedehnte Dattelpalmenhaine.

Im Suden des Iraks wird der Handel mit Kamelen betrieben. Es ist dies eine der wenigen Einkommensquellen in der kargen Wustenlandschaft.

Touristen ist das Reiseziel Irak sicher nicht anzuraten wegen der zur Zeit schlechten politischen Lage.Kommt man aber doch irgendwann in den Irak dann interessiert man sich vor allem fur die Kulturdenkmaler Mesopotamiens, der „Wiege der Menschheit“. Die Kulturen der Sumerer und Assyrer sowie die Architektur des Islam bieten eine Fulle interessanter Reiseziele. Die Sumerer waren schon in fruhgeschichtlicher Zeit im Tempelbau bewandert. Die Assyrer brachten eine gro?artige Reliefkunst hervor, in der vor allem kriegerische Ereignisse dargestelt wurden. Der Stil ist gepragt von den Sumerern aber auch von den Ägyptern. Die beruhmteste Stra?e des Iraks die „Stra?e der Altertumer “ fuhrt von Mosul bis zu den total zerstorten Ruinen von Ninive uber das Ruinenfeld von Nimrud, wo die Palastanlage Assurnasipals II. steht, und weiter zu den Ruinen von Assur die man von der Zikkurat, dem Stufenturm in der Baylonischen Tempelanlage, gut uberblicken kann

Bagdad selbst besitzt keine Denkmaler seiner Blutezeit mehr. Nur im Vorort Kasimein liegt „Die goldene Moschee“, eines der gro?ten Heiligtumer der Schiiten.

Sudlich der Stadt befinden sich die Ruinen der Palaste Nebukadnezar II. und die „Hangenden Garten von Semiramis“

In Ur ist ein beeindruckendes Zikkurrat, die ins 27. Jahrhundert v. Chr. zuruckgeht

Der Irak umfa?t eine Flache von 438 496 km2. Die gro?te Stadt und Hauptstadt ist Bagdad mit 3,2 Millionen Einwohnern. Mossul und Basra haben je 900 000 Einwohner. Die 16 Millionen Iraker bestehen aus 75% Arabern, die in zwei Glaubensrichtungen gespalten sind: In die Mehrheit der Schiiten, und die Sunniten die von jeher die Macht innehatten. Daneben gibt es noch religiose oder ethnische Minderheiten wie die Kurden und einige judische altchristliche Sekten. Die dominierende Sprache ist Arabisch, im Norden Kurdisch, Perisch und turkisch Die Wahrung sind Irak Dinars wobei ein Irak Dinar 1000 Fils sind.

Der Irak ist ein Land dessen Vergangenheit sich bis zu einer der altesten Hochkulturen zuruckverfolgen la?t. Der Garten Eden, die biblische Heimat von Adam und Eva soll sich nahe der Stelle befunden haben, wo sich Euphrat und Tigris vereinigen.

Die Ackerbaukultur in Untermesopotamien la?t sich bis ins 5 Jahrhundert zuruckverfolgen. Die eingewanderten Sumerer hatten schon 3000 vor Christus eine eigene Schrift. Ihnen folgten dann die Babylonier und die Assyrer Im 7. Jahrhundert vor Christi eroberten die Perser, spater Alexander der Gro?e das Land. Ein neues Zeitalter begann 634 nach Christus mit dem Vorsto? des Arabischen Islams. Bagdad erbluhte als Zentrum eines Islamischen Gro?reichs und entwickelte sich zu einer Hochburg von Wissenschaft und Kunst. Im 16. Jahrhundert wurde das Land eine Provinz im Osmanischen Reich.

Im 1. Weltkrieg entsandten die Briten Truppen ins Land und vertrieben die Turken mit Unterstutzung der arabischen Krieger des legendaren Lawrence von Arabien.

Nach dem Krieg wurde der Irak britisches Mandatsgebiet und

Faisal der I. wurde als Konig eingesetzt.

Das Mandat endete im Jahre 1932 und der Irak wurde in die Unabhangigkeit entlassen. 1958 beseitigten nationalistische Offiziere die Monarchie.

Bei dieser Revolte kamen der Konig, der Thronfolger und der Ministerprasident Nuri as Said ums Leben. 10 Unruhige Jahre mit mehreren Staatsstreichen folgten, bevor die nationalistisch sozialistische Baath-Partei (Wiedergeburts – Partei) die Oberhand gewann. Unter ihrer Fuhrung wurde die Neuordnung von Wirtschaft und Gesellschaft rasch vorangetrieben. das notwendige Kapital schopften sie von den Olquellen bei Kirkuk, Mossul, sowie Basra. Es wurde eine kostenlose medizinische Versorgung eingefuhrt und die Arbeitlosigkeit konnte nahezu beseitigt werden. Saddam Hussein der schon lange als starker Mann in der Regierung galt, wurde 1979 Prasident des Iraks.

Die Wirren der islamischen Revolution im Iran nutzte Saddam Hussein 1980 aus um einen kleinen Streifen im Iran am Schatt el Arab zu besetzen. Es begann als kleiner Grenzkonflikt und entbrannte zu einem der gnadenlosesten Kriege in der jungeren Zeit. Das Land erlitt einen betrachtlichen Schaden weil die Pipelines nach Syrien und am Persischen Golf blockiert wurden. 1988 wurde der Krieg durch einen Waffenstillstand beendet. Dadurch verlor Saddam Hussein aber nicht seine Unternehmungslust seine Nachbarn anzugreifen und annektierte 1990 Kuwait, was sich aber spater als fataler Fehler erwies, denn Amerika und andere Lander entsandten daraufhin ihre Truppen und brachte 1991 mit der Operation „Wustensturm“ den Irak und Saddam Hussein an den Rand des Ruins.

Durch das noch immer aufrechte UNO Handelsembargo leidet die Bevolkerung noch heute. Die Wirren im Irak nutzten die Kurden aus um ihren eigenen Staat zu grunden. Dies artete fur die Kurden in einen ungleichen Burgerkrieg aus.

Vor ein paar Wochen sendete Saddam Hussein Truppen in Richtung Kuwait. Die U.S.A. reagierten sofort und beorderten 20.000 Mann nach Kuwait um die dort stationierten 16.500 Soldaten zu unterstutzen

Der Irak seinerseits reagierte sofort und zog die Truppen zuruck. Der Sinn dieser Aktion lag wohl darin eine Lockerung des Handelsembargos zu erzwingen.