Die pragmatische sanktion – der aufgeklärte absolutismus

KARL VI. gab im Jahre 1713 eine als Rechtsvorschrift zu wertende Erklarung, DIE PRAGMATISCHE SANKTION, ab, die besagte, da? die Erblande Osterreichs unteilbar seien und die Nachfolge nach festgelegten Prinzipien erfolgen musse. Unter anderem bedeutete dies, da? auch weibliche Nachkommen die Herrschaft antreten durften. Diese Erklarung wurde von fast allen Staaten anerkannt, bis auf Bayern und Sachsen. Eine Tatsache, die spater zum OSTERREICHISCHEN ERBFOLGEKRIEG fuhren sollte. PRINZ EUGEN war dieser Deklaration bereits zu Lebzeiten Kaisers KARL VI. au?erst skeptisch gegenubergestanden.

Das kommende Zeitalter war von einschneidenden Reformen der Herrscher gepragt, die der damaligen Zeit beinahe vorauseilten, jedoch ohne Beteiligung des Volkes erfolgten. Diese Form des Regierens nennt man den AUFGEKLÄRTEN ABSOLUTISMUS. Unter MARIA THERESIA und ihrem Sohn JOSEPH II. wurden die Stande weitgehend zuruckgedrangt. Weiters kam es zur Einrichtung einer hierarchischen und zentralistischen Verwaltungsorganisation und, was fur die weitere Entwicklung der Verfassungsrechtes von Bedeutung war, eines Beamtenstaates. Selbst die Kirche wurde in allen Bereichen dem Staat untergeordnet (JOSEPHINISMUS).

Nach LEOPOLD II. gab es eine lange Durststrecke fur umwalzende erneuernde Eingriffe in die Verfassung, da nach dem WIENER KONGRE? lediglich ein Kurs der RESTAURATION betrieben wurde, der sich der Polizei bediente, um die innere Ruhe zu wahren.

Nun noch zu einigen einschneidenden Daten in der Periode zwischen 1804 und 1848:

 1804: Osterreich wird zum Kaisertum

 1806: Auflosung des HEILIGEN ROMISCHEN REICHES DEUTSCHER NATION

 1814-15: WIENER KONGRE?: Neuordnung Europas; Grundung der HEILIGEN ALLIANZ