Emmanuel kant : zum ewigen frieden

Emmanuel Kant wurde am 22.April 1724 in Konigsberg in Ostpreu?en als viertes von elf Kindern geboren. Sein Leben verlief in sehr ruhigen, geordneten Bahnen. Nach der Gymnasialzeit in der Vaterstadt besuchte er dort auch die Universitat und studierte Naturwissenschaften, Mathematik und Philosophie. Mit 22 Jahren wurde er Hauslehrer bei einer vornehmen Familie in Ostpreu?en, kehrte aber schon 1755 wieder nach Konigsberg zuruck, wo er an der Universitat den Titel eines Magisters der Philosophie erwarb. Obwohl seine Vorlesungen schon bald bekannt und sehr rege besucht waren, erhielt er erst nach funfzehn Jahren eine Professur und damit eine feste Anstellung. Nach 1770 entstanden seine gro?en philosophischen Werke, die drei Kritiken, durch die er beruhmt wurde. zweimal wahlte ihn die Universitat zu ihrem Rektor, bis 1796 hielt er regelma?ig seine Vorlesungen und zog sich dann aus Gesundheitsrucksichten zuruck. Er starb am 12 Februar in seiner Geburtsstadt.

Obgleich Kant Konigsberg sehr selten und Ostpreu?en nie verlassen hat, kann seine Bedeutung fur das deutsche Geistesleben, ja im weiteren Sinne fur ganz Europa ,nicht hoch genug eingeschatzt werden. Er setzte sich mit den Grundfragen des menschlichen Denkens und der menschlichen Sittenlehre auseinander.

Sein Werk, Zum ewigen Frieden, geschrieben im Jahre 1781, hat zum Ziel, den Frieden unter den Staaten zu gewahrleisten, sowie auch die Menschen in die Regierung einzubeziehen. In diesem kleinen philosophischen Entwurf der in Form eines Friedensvertrags verfast worden ist, versucht Kant einen Weg zum ewigen Frieden zu finden. Er geht davon aus , dass dieser Weg nur uber die Natur fuhrt, und schlussendlich nur durch Erhebung aus derselben gewahrleistet werden kann.

I. Einleitung:

– Die Praliminarartikel sind die „negativen Bedingungen“ fur einen Frieden, es sind politische Ma?nahmen die ergriffen werden mussen, um uberhaupt die Moglichkeit zu bieten dass Frieden entstehen kann.

– In den drei Definitivartikel hat Kant gezeigt dass:

1. Jeder Staat eine republikanische Verfassung haben soll.

2. Das Volkerrecht auf einen „Foderalism freier Staaten“ gegrundet sein soll.

3. Das „Weltburgerrecht“ auf „Bedingungen der allgemeinen Hospitalitat“ eingeschrankt sein soll.