Franz Liszt

Am 22.10.1811 wird, der wohl bekannteste Klaviervirtuose des 19. Jahrhunderts, in Radingen bei Ödenburg (Ungarn) geboren. Er war das einzige Kind aus der zweiten Ehe von Adam Liszt (1776-1827). Seine Mutter war Maria Anna Liszt (1788-1866) geborene Lager. Sein Vater brachte ihm das Klavier Spielen bei. Dieser erkannte schon früh das Talent seines Sohnes und förderte es. Nach eigener Aussage brachte sich Franz Liszt mit sieben das Notenschreiben selbstständig bei. 1820 bekam er die Chance vor einigen wichtigen Adeligen Ungarns zu spielen. Diese waren so begeistert das einige ihm ein Stipendium für 600 Gulden im Jahr förderten (das Stipendium lief 6 Jahre lang).
1821-1823 war er der Schüler von Carl Czerny (1791-1857) welcher ihm im Klavierspiel und Komposition unterrichtete. In allgemeiner Musiklehre wurde er von Antonio Salieri (1791-1857) unterrichtet. 1822 siedelt die Familie Liszt nach Wien um, um seien Ausbildung zu gewährleisten. Franz Liszt gab auch einige Konzerte in dieser Zeit. Nach einer Legende soll Franz Liszt von Beethoven (1770-1827) , nach einem Konzert 1823, einen Weihekuss erhalten haben. Einige behaupten aber das Beethoven garnicht anwesend war. Die Kritiker lobten ihn wegen seines jungen alters bemängelten aber seine physische Schwäche.
1823 reisten sie zurück nach Ungarn wo Liszt noch einige Konzerte gab. Sie reisten wieder nach Wien wo Liszt noch einige Monate von Carl Czernys unterrichtet wurde.
Am 20.9.1823 begann die Familie ihre Reise nach Paris. Liszts Vater organisierte auf dem Weg einige Konzerte bis sie dann am 11.12.1823 in Paris ankamen. Als sie schließlich dort waren ging Franz Liszt zum Conservatoire wo er studieren sollte. Jedoch wurde er dort trotz des Empfehlungsschreibens von Fürst von Metternicht nicht angenommen. Man Begründete die Entscheidung damit das das Conservatoire nur für Franzosen bestimmt sei. Daraus folgte das sein Vater ihm das Klavierspielen beibrachte. Liszt beschrieb seinen Vater als ein strengen Lehrer. Zudem erhielt er Kompositionsunterricht von Ferdinandeo Päer (1771-1839) und Antonin Reicha (1770-1876). Zu dieser Zeit gab Franz viele Privatauftritte und Konzerte im Italienischen Theater von Paris. Wegen seines Talentes wurde er bald „der Wiedergeborene Mozart“ genannt oder auch „Petit Litz“.
In den folgenden Jahren bis 1827 organisierte sein Vater weitere Konzertreisen vor allem nach England und in die Schweiz. In England wurde er als „Master Liszt“ bekannt. Er schrieb schon erste Werke die welche aber hauptsächlich aus Variationen bestanden und nie besonders erfolgreich waren. Auf einer seiner Reisen erkrankte Adam Liszt 1827 in England bis er dann am 28.4.1827 starb. Dies war selbstverständlich ein schwerer Schlag für den 15 jährigen „Wunderknaben“ welcher immer von seinem Vater abhängig war. Aber nun musste er selbst um seine Mutter sorgen und unternahm keine weiteren Konzertreisen.
Liszt und seine Mutter beziehen eine kleine Wohnung in Paris. Er wird eine Zeit lang, ungefähr 2 Jahre, inaktiv was das Klavierspiel betrifft aber gibt Klavierunterricht. Dabei lernt er Caroline de Saint-Criq (1810-1872) kennen. Er verliebt sich in sie aber wegen des Standesunterschiedes verbietet ihr Vater die Beziehung. Daraufhin wurde der 17 jährige immer depressiver und zog sich in seine Bücher zurück. Er wollte damit seine unvollständige Bildung erweiter da er als Kind nur kurz die Volksschule besucht hatte. Er knüpfte zu dieser Zeit auch Kontakte zu Autoren aus Paris. Zum Leidwesen seiner Mutter begab er sich immer mehr in die Damenwelt.
1834 begann er eine Affäre mit der Gräfin Marie d’Agoult (1805-1876) welche verheiratet war. 1835 zeigte sich das sie schwanger war. Das löste einen großen Skandal aus woraufhin sie nach Genf zogen. Dort lebten sie drei Jahre und bekamen drei Kinder. Die beiden lebten bis 1844 zusammen.
Ab dieser Zeit verfasste er eigene Werke und gab einige Konzerte.
1847 lernt Liszt die russische Fürstin Caroline zu Sayn-Wittgestein (1819-1887) kennen. Sie gehen eine Beziehung ein.
1848 beendet er seine Virtuosenlaufbahn und lässt sich in Weimar nieder wo er als Dirigent arbeitet. Das tat er da er von Großherzog Karl Friedrich von Sachsen-Weimar-Eisenach zum „Hofkapellmeister in außerordentlichen Diensten“ ernannt wurde, weswegen er jedes Jahr mindestens drei Jahre in Weimar arbeiten muss.
Als er um 1850 Richard Wagner (1813-1883) kennenlernt schließen die beiden Freundschaft. Diese findet jedoch 1865 ein Ende da Wagner ein Liebesverhältnis mit Liszts Tochter Cosima (1873-1930) beginnt. Liszt bricht daraufhin den Kontakt zu beiden ab. Aber um 1872 wird die Freundschaft der beiden wiederbelebt.
1852 beginnt er eine große Reihe von Dirigentenreisen. 1854 gründen er und August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874) den „Neu-Weimar-Verein“ und engagieren sich damit stark am Kulturleben in Weimar. 1858 findet die Uraufführung der Oper „Der Barbier von Bagdad“ statt. Diese wurde von Peter Cornelius (1824-1874) geschrieben und Liszt gewidmet weswegen er die Leitung der Uraufführung übernimmt. Im selbem Jahr gibt er seine Stelle als Kapellenmeister auf. Das tat er wegen Tumulten bei der Vorführung die von Gegnern Liszts ausgelöst wurden. 1859 beantragt er das österreichische Adelsprädikat woraufhin er sich „Franz Ritter von Liszt“ nennen darf. Als er 1861 Caroline zu Sayn-Wittgestein Heiraten will zieht der Papst einen Abend vorher die Heiratserlaubnis zurück. Kurz darauf beenden die beiden ihre Beziehung.
1865 empfängt Liszt in Rom die niederen Weihen woraufhin er sich „Abbé“ nennt. Zu dieser Zeit findet man die Zuwendung zur Kirche auch immer öfter in seinen Kompositionen wieder. Liszt lebt abwechselnd in Rom und Weimar wo er zahlreiche Schüler unterrichtet und 1875 wird er Präsident der Musikakademie in Budapest. 1871 wird er zum Königlichen-ungarischen Rat ernannt.
1881 stürzt er in seinem Weimarer Haus von der Treppe und bricht sich zwei Rippen. Er erkrankt an immer mehr Krankheiten die ihn schwächen. Da seine Tochter die Festspiele in Bayreuth nach dem Tot von Wagner inszeniert Reist Liszt trotz Krankheit 1886 dort hin. Am 31.7.1886 stirbt er dann an einer Lungenentzündung in Bayreuth und wird dort drei Tage später auf dem Stadtfriedhof beigesetzt.

Die Klaviersonate in h-Moll, 15 Ungarische Rhapsodien und eine Sinfonie nach Goethes Faust. Diese Werke wurden von Franz Liszt während seiner produktivsten Phase geschaffen. Diese Phase durchlebte er in Weimar. Während dieser Zeit wurde er vom Pianisten zum Komponisten und Dirigenten. Liszt gründete mit August Heinrich Fallersleben den Neu-Weimar-Verein. Es wurden zahlreiche junge Künstler in den Verein aufgenommen. Liszt gab ihnen kostenlosen Unterricht. Einige durften auch in seiner Villa wohnen. Deswegen wurde er 1861 zum Ehrenbürger von Weimar. Im selbem Jahr wollte er Fürstin Carolyne heiraten.
Liszt-Denkmal:Der münchner Bildhauer Hermann Hahn (1868-1945) stellte 1902 im Park an der Ilm das Franz Liszt-Denkmal auf. Er entwarf es und führte es in weißem Carraramarmor aus. Der Denkmalsockel ist aus dichtem Jurakalk mit Fossilresten. Und trägt die lebensgroße Statue.
Liszthaus und Museum:1869 bis 1886 lebte Liszt in dem Haus das am Parkeingang von der Marinestraße steht. Carl Alexander bestimmte das Haus schließlich zum Museum. Am 24.6.1887 wurde das Haus öffentlich zugänglich. Das Haus wurde vorübergehend geschlossen wegen einigen Schäden. 1952 wurde das Haus rekonstruiert und der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht.
Liszt-Stiftung und -Wettbewerbe:Schon 1886 kam die Idee auf pianistischen Nachwuchs im Namen von Liszt zu fördern. Die Liszt-stiftung die ins Leben gerufen wurde unterstüzte die Nachwuchspianisten mit Stipendien. 1848 bis 1850 fand ein Liszt-wettbewerb statt in den Jahren 1986, 1988 und 1990 wurde der Wettbewerb an der Weimarer Musikhochschule fortgesetzt.

In den Jahren 1855 bis 1856 komponierte Liszt das Stück Dantes Simphonie. Er wurde dazu inspiriert als er das Buch „Eine göttliche Komödie“ laß. Auch hier findet sich ein Christliches Thema, da es in dem Buch um die Hölle geht. Am 7.11.1857 wurde das Stück in Dresden uhraufgeführt. 1859
wurde das Stück erstmals veröffentlicht von Breitkopf und Härtel. Es finden sich in dem
Stück 3 Sätze wieder. Es wurde wie Christus während der Romantik komponiert und wurde auch im romantischem Stil komponiert. Der Chor ist weiblich. Die Instrumente sind die Piccolo, die Flöte, die Oboe, das engliche Horn, die Klarinette, die Bassklarinette, das Horn, die Trompete, die Tuba, die Pauke, das Becken, Die Basstrommel, die Harfe und die Streicher.
Nachdem sich Liszt 1848 in Weimar niederlies konkretisierte er seine musiktheoretischen Vorstellungen. Diese beinhalteten das er die tradierten Formen der Wiener klassik als veraltet und unfruchtbar bezeichnete. Er meinte man müsse die Musik mit außermusikalischen Einflüssen neu beleben. Diese Vorstellungen teilte er mit Richard Wagner (1813-1883). 1884 bis 1856 komponierte er 12 Musikalische Dichtungen welche Stark von außermusikalischen Themen beeinflusst wurden. In dem Zusammenhang entstand auch die Symphonie nach „Eine Göttliche Komödie“. Die Dantes Symphonie. Genau wie das Werk Dantes hat auch Liszt´s Werk 3 Sätze „Inferno“, „Purgatorio“ und „Paradiso“. Da Wagner aber meinte man könne das Paradis musikalisch nicht darstellen nam Liszt von dem letzten Satz abstand.
Inferno (satz 1):Zu beginn des ersten Satzes trägt er mit Posaunen die die ganze Zeit über auf einer Tonhöhe spielen die Inschrift über dem Höllentor „Ihr, die ihr hier eintretet, lasst alle Hoffnung fahren“. Im ruhigen mittelteil spielt er auf die Liebesepisode von Paolo und Francesca an.
Purgatorio(Satz 2):In Purgtorio wird der Übergang ins Paradies thematisiert. Im letztem Satz wird dann das Paradies dargestellt wovon sich Liszt dann entfernte.