Gps globales positionierungssystem

Globales Positionierungssystem Das Globale Positionierungs System (GPS) ist ein

weltweites, weltraumgestutztes Navigationssystem. Der Hauptteil dieses Systems besteht aus NAVSTAR

Satelliten (NAVigation Satellite Timing And Ranging), mit denen ein GPS Empfanger gebuhrenfrei seine Position auf der Erde bis auf einige Meter genau berechnen kann.

Inhalt:

1.) Zielsetzung von GPS

2.) Aufbau:

2.1.) Satelliten

2.2.) Kontrolleinheiten

3.) Funktionsweise

4.) Fehler bei Messungen

5.) Selective Availability

6.) Empfanger

6.1.1.) GPS im Auto

6.1.2.) TMC

7.) Anwendungsbeispiele

8.) Quellen

1. Zielsetzung von GPS

Im Jahr 1973 erging vom U.S. Department of

Defense, dem amerikanischen

Verteidigungsministerium, an das Joint Programm Office der Los Angeles Air Force Base der Auftrag, ein satellitengestutztes System zu entwickeln, das die Navigation (d.h. die Bestimmung von

Position und Geschwindigkeit) eines beliebigen bewegten oder ruhenden Objekts (insbesondere der militarischen Streitkrafte) ermoglicht. Daruber hinaus sollte auch noch eine genaue

Zeitinformation zur Verfugung gestellt werden. Die Resultate sollten in Echtzeit, also ohne

merkbaren Zeitverzug unmittelbar nach den

Messungen, verfugbar sein. Weiters wurde an das System die Forderung gestellt, bei jedem Wetter, zu jeder Zeit und an jedem beliebigen Ort auf oder nahe der Erde (also auf dem Land, auf dem Wasser und in der Luft) zu funktionieren.

Die 3 wichtigsten Teile des GPS Systems sind:

Satelliten, Kontroll- Einheiten, Benutzer- Einheiten.

2.1.) Satelliten: Es gibt 24 Satelliten, von denen 21 zur Navigation dienen, und 3 Reservesatelliten. Jeder dieser Satelliten hat eine ungefahre Ausdehnung von 5 Metern und wiegt ca. 900 kg. Die Satelliten kreisen in 6 Bahnen um die Erde. Die Ausrichtungen der Umlaufbahnen stellen sicher, dass der Anwender zu jeder Zeit zwischen 5 und 8 Satelliten von jedem Punkt der Erde aus „sehen“ kann. Die Sendeleistung jedes Satelliten ist kleiner oder gleich 50 Watt. Jeder der Satelliten sendet zwei Signale aus. Hierzu ist jeder Satellit mit einer Uhr (Oszillator), einem Mikroprozessor, einem Sender und einer Antenne ausgestattet. Zusatzlich befinden sich mehrere Reserveuhren an Bord der Satelliten. Die Energieversorgung erfolgt uber zwei jeweils ca. 7 m2 gro?e Sonnenkollektoren. Der Oszillator im Satelliten generiert Frequenzen, die Link 1 (L1 = 1575,42 MHz) und Link 2 (L2 = 1227,6 MHz) genannt werden. Diesen Frequenzen entsprechen Wellenlangen von etwa 19 cm bzw. 24 cm. Die Verwendung von zwei Tragerwellen ermoglicht die Elimination bestimmter Fehler- einflusse. Auf diesen Tragerwellen

sind zwei Codes, der C/A-Code (Coarse/Acquisition-Code) und der P-Code (Precision-Code), aufmoduliert. Die Codes stellen Zeitmarken dar und erlauben die Bestimmung des Zeitpunkts der Signalaussendung. Der C/A-Code hat eine Wellenlange von ungefahr 300m und ist nur auf die L1-Tragerwelle aufmoduliert. Der P-Code hingegen hat eine Wellenlange von etwa 30m und ist sowohl auf die L1-Tragerwelle als auch auf die L2-Tragerwelle aufmoduliert. Schlie?lich wird auf die beiden Tragerwellen Ll und L2 die sogenannte Navigationsnachricht aufmoduliert. Aus dieser gewinnt der Benutzer unter anderem die Bahndaten der Satelliten. (Die hochste Genauigkeit erreicht ein GPS-Empfanger ubrigens, wenn er 4 Satelliten im Winkel von je 90° empfangt – dies ist jedoch der Idealfall).

2.2.) Kontroll-Einheiten: Diese sind Bahnverfolgungs- bzw. Bahnuberwachungs-Stationen, die auf der ganzen Erde verteilt sind. Die Haupt-Steuer-Station befindet sich auf der Falcon AFB in Colorado Springs. Neben dieser Haupt-Steuer-Station gibt es auch noch einige kleinere Überwachungsstationen. Jede dieser Überwachungsstationen verfolgt alle von ihr aus „sichtbaren“ GPS-Satelliten und uberpruft die Signale, die die Satelliten aussenden.

3.) Funktionsweise:

Der GPS-Empfanger misst die Zeit, die das Signal fur den Weg vom Satelliten zum Empfanger braucht. Um diese Zeit zu bestimmen, benotigt man eine sehr genaue Zeitmesseinrichtung. Der Empfanger muss zusatzlich zur Entfernung auch die Position der einzelnen Satelliten kennen.

Bsp: Wenn wir die Entfernung zu einem Satelliten, z.B.18.000 km, messen, wissen wir, dass wir uns auf einer Kugeloberflache befinden, die einen Radius von 18.000 km (gemessen vom Satelliten) hat. Wissen wir jetzt die Entfernung zu einem zweiten Satelliten, z.B. 19.000 km, ergibt sich eine zweite Kugeloberflache. Schneiden wir diese Kugeloberflachen miteinander, wissen wir, dass wir uns auf deren Schnittkreis befinden. Nach Messung zu einem dritten Satelliten bleiben nur noch zwei Punkte eines moglichen Aufenthalts uber. Um den richtigen Aufenthaltsort zu bekommen, benotigt man eine vierte Messung.

Messung der Entfernung:

Das Problem der Zeitmessung ist, dass die Zeiten sehr kurz sind. Wenn sich der Satellit z.B. direkt uber einem befindet, braucht das Signal ca. 0,06 Sekunden vom Satelliten zum Empfanger. Um die Zeit, die das Signal vom Sender zum Empfanger braucht, zu messen, lasst man beide zur gleichen Zeit ein Signal senden. Das vom Satelliten ausgesandte Signal kommt mit einer bestimmten Verspatung beim Empfanger an. Um die Entfernung zum Satelliten zu erhalten, muss man nur noch die Zeit, die das vom Satelliten ausgesandte Signal verspatet beim Empfanger ankommt, mit der Lichtgeschwindigkeit multiplizieren.

4.) Fehler bei den Messungen:

. Einer der Fehler bei der Entfernungsmessung ist der, dass wir mit der Lichtgeschwindigkeit des Vakuums rechnen, sich jedoch zwischen dem Satelliten und dem Empfanger nicht nur Vakuum befindet, und die Lichtgeschwindigkeit in jeder der verschiedenen Schichten der Atmosphare etwas anders ist. Dieser Fehler wird gro?tenteils durch das Zwei-Frequenz-Verfahren, bei dem zwei Signale mit verschiedenen Frequenzen verwendet werden, kompensiert.

. Andere Fehler konnen auftreten, wenn das Signal ein paar Mal von diversen Hindernissen abprallt, bevor es den Empfanger erreicht. Diese Fehler werden von teureren Empfangern ausgeglichen. 

. Eine andere Moglichkeit der Ungenauigkeit ergibt sich bei den Atomuhren, die zwar sehr genau, jedoch nicht perfekt sind, und durch die Positionen der Satelliten, die auch nicht immer hundertprozentig genau sind.

. Au?erdem gibt es die sogenannte GDOP (Geometric Dilution of Position), die Geometrische Abschwachung der Genauigkeit. Diese entsteht dadurch, dass ein Empfanger die nachstgelegenen Satelliten zur Positionsbestimmung verwendet. Das Problem dabei ist, dass sich die Schnittkreise unter sehr flachen Winkeln schneiden, was zu einer Grau-Zone bzw. zu einem zu gro?en Bereich der moglichen Position fuhren kann. Dieser Fehler wird von guten Empfangern kompensiert, da diese etwas weiter entfernte Satelliten zur Positionsbestimmung verwenden

. Unebenheiten des Reliefs wirken sich ebenso auf eine genaue Messung aus, da hier die Erdoberflache nicht mehr eine Ellipsoidoberflache reprasentiert und so Rechenungenauigkeiten

.. auftreten.

. Da die Daten sehr hochfrequent (1.575,42 und 1.227,60 MHz) gesendet werden, konnen die Signale weder Stein, Wasser, noch Metall durchdringen. Beim Empfang ist daher darauf zu achten, dass die GPS-Antenne freien Blick zum Himmel hat. Auch das Blatterdach eines dichten Waldes, der Korper, das Dach oder Aufbauten auf einem Fahrzeug oder Boot konnen den Empfang beeintrachtigen.

5.) Selective Availability (SA) = eingeschrankte Verfugbarkeit

Unter SA versteht man die vom amerikanischen Verteidigungsministerium durchgefuhrte Reduzierung der erreichbaren Genauigkeit in der Echtzeit Navigation. Diese Einschrankung der erreichbaren Genauigkeit wird einerseits durch eine Manipulation der Satellitenuhr und andererseits durch eine geringere Genauigkeit der Broadcast Ephemeriden erzielt. Offiziell wurde SA mit 25. Marz 1990 fur alle GPS-Satelliten eingeschaltet. Das Ma? der Genauigkeitsreduktion kann vom Kontrollsegment gesteuert werden. Ohne SA wird mit dem C/A-Code eine Genauigkeit von etwa 15-30m fur die Positionsbestimmung erreicht. Mit dem derzeit wirksamen SA wird mit einer Zuverlassigkeit von 95% eine Lagegenauigkeit von 100m und eine Hohengenauigkeit von 140 m garantiert. Es ist nur von autorisierten Anwendern, wie zum Beispiel amerikanischen Militars, moglich, SA durch eine Decodierung von verschlusselten Daten zu umgehen. Beobachten kann man diesen Effekt, wenn man den GPS-Empfanger uber einige Minuten lang an der selben Position belasst. Obwohl dieser fest steht, ermittelt er bei jeder Messung (auch bei den einfachsten Empfangern wird alle 1-3 Sekunden eine neue Position errechnet) einen scheinbar anderen Standpunkt. Prasident Clinton hatte sich dazu entschieden, am 01.05.2000 die SA abzuschalten! Damit wurde die kunstliche Verschlechterung der Positionsgenauigkeit aufgehoben!

6.) Empfanger

Um die von den GPS-Satelliten gesendeten Signale fur Messungen benutzen zu konnen, muss man eine entsprechende Empfangsanlage, den GPS-Empfanger, verwenden. Ein GPS-Empfanger besteht aus mehreren Komponenten. Generalisierend kann man die Antenne mit dem Vorverstarker, die Hochfrequenzeinheit, den Mikroprozessor, die Kontrolleinheit, den Datenspeicher und die Stromversorgung unterscheiden. Die Antenne empfangt die Signale von allen sichtbaren Satelliten. Die Signale werden zuerst an den Vorverstarker und dann an die Hochfrequenzeinheit als die eigentliche Empfangseinheit geleitet. Dort werden die Signale identifiziert und weiterverarbeitet. Bei den meisten Empfangern werden die Signale jedes Satelliten in einen eigenen Kanal gelegt. Gesteuert wird die gesamte Empfangseinheit mit einem Mikroprozessor. Dieser regelt auch die Datenerfassung und fuhrt die Echtzeit-Navigationsberechnung durch. Über die Kontrolleinheit, die im wesentlichen aus einer Tastatur und einem Display besteht, kann der Benutzer interaktiv mit dem Empfanger kommunizieren. Das hei?t, man kann einerseits verschiedene Kommandos eingeben und andererseits auch verschiedene Informationen (wie z.B. die Daten der sichtbaren Satelliten) erhalten. Im Datenspeicher (z.B. Mikrochip) werden die Messungen und auch die Navigationsnachricht gespeichert. Die Stromversorgung kann entweder uber einen Netzanschluss oder uber eine Batterie erfolgen.

Was kann ein GPS-Empfanger noch?

. Wegaufzeichnung (z.B. beim Wandern, um im unbekannten Gelande den Ruckweg wiederzufinden, oder in der fremden Stadt den Weg zum geparkten KFZ),

. Zielnavigation (Anzeige der Richtung und Entfernung zu einem beliebigen Punkt),

. Kompass

. Geschwindigkeitsmessung, (nur solange man sich bewegt),

. Hohenmessung,

. Routenplanung (vor der Tour wird eine Route durch verschiedene Koordinaten definiert, das GPS zeigt dann den Weg zum jeweils nachsten Wegpunkt).

. Verfugt das GPS uber eine serielle Schnittstelle, so konnen die Daten einem PC oder PDA zur Verfugung gestellt werden und dort ausgewertet werden. So kann man sich z.B. einen preiswerten GPS-Empfanger ohne digitale Karte zulegen und zur Anzeige der eigenen Position auf einer Landkarte eine passende Software fur den Palm Pilot oder PC, Laptop einsetzen.

6.1.1.) GPS im Auto

Grundsatzlich teilen sich die Gerate in zwei Leistungs- und Preisklassen. In der 20.000-Schilling-Liga befinden sich die Navigationsgerate, die mit dem Radio kombiniert sind und ohne separatem Bildschirm auskommen. Als optische Hilfe zusatzlich zu den gesprochenen Anweisungen zeigen kleine Pfeile auf dem Radiodisplay, in welche Richtung man abbiegen muss. Gerate uber 20.000 Schillinge haben einen separatem Bildschirm. Dort dienen nicht blo? Pfeile zur Orientierung, sondern man kann sich die Fahrtstrecke auch auf einer farbigen Stra?enkarte anschauen. Zudem zeigt die Karte auf Wunsch, wo die nachste Tankstelle oder das nachste Krankenhaus liegt. Weil der bunte Bildschirm hauptsachlich zusatzliche Informationen gibt und die Sprach-Anweisungen im Grunde reichen, um das Ziel zuverlassig zu erreichen, kann der Blick wahrend der Fahrt auf der Stra?e bleiben. Ohne CD, auf der das Kartenmaterial gespeichert ist, wei? auch das teuerste Navigationsgerat nicht, wo es langgeht. Fur Europa gibt es zwei Firmen, die solche digitalen Stra?enkarten herstellen: Navtech und Teleatlas. Navtech hat in Osterreich 59 Stadte bis auf Hausnummern-Genauigkeit erfasst. Im Gegensatz dazu findet die Software von Teleatlas nur Hausnummern in Wien, Linz und demnachst auch in Graz. Jedoch sind die Karten- CDs speziell auf jeden Gerate-Hersteller zugeschnitten.

Au?erdem ist das Gerat mit der Tachowelle und einem Sensor verbunden. Dadurch erkennt der Rechner, wie schnell und wohin sich der Wagen gerade bewegt. So wei? die Autonavigation auch an Orten ohne GPS-Empfang – z. B. im Tunnel – den genauen Standort. Die Eingabe des Zielpunktes erfolgt uber eine meist umstandliche Eingabe via der (sehr kleinen) „Tastatur“ oder uber Spracherkennung.
6.1.2.) TMC (Traffic Message Channel)

Schon in naher Zukunft werden die Navigationsgerate selbst Baustellen und Staus berucksichtigen konnen. In Deutschland und einigen anderen europaischen Landern gibt es bereits TMC. Hinter dem Kurzel TMC (Traffic Message Channel) versteckt sich eine Art kodierter Verkehrsfunk, der uber UKW-Radio oder GSM-Frequenzen gesendet wird. Das Navigationssystem entschlusselt diesen Code und erfahrt so, wo und warum es staut. Mit diesen Infos berechnet der Rechner rechtzeitig eine Ausweich-Route. Zwar bietet der Markt schon genugend TMC- taugliche Gerate, doch ist man in Osterreich noch nicht so weit, diesen Verkehrsfunk auch senden zu konnen. Das Verkehrsministerium, die Asfinag und ORF/O3 arbeiten gemeinsam daran, dass TMC innerhalb der nachsten zwei Jahre auch furs heimische Autobahn- und Bundesstra?ennetz funktioniert.

7.) Anwenungsbeispiele:

-)GPS-GSM- ALARM Ein Notsystem z.B. fur Taxis

Auf Knopfdruck im Fahrzeug wird automatisch und unhorbar eine GSM-Verbindung zur Zentrale aufgebaut. Anschlie?end erfolgt eine laufende Übertragung von GPS-Standortdaten bis ein Abbruch von der auswertenden Seite veranlasst wird.

In der Zentrale wird so eine zustandgekommene Verbindung durch einen akustischen Alarm signalisiert. Informationen wie Fahrzeugnummer, Uhrzeit, Bewegungsgeschwindigkeit und Kurs werden auf einem LCD-Display angezeigt. Selbstverstandlich kann zur Datenabfrage auch jederzeit eine Verbindung von der Zentrale in ein bestimmtes Fahrzeug hergestellt werden.

-)Telematik fur PKW

Auf Knopfdruck kann z.B. aus Fahrzeugen eine Verbindung zur Pannen- und Nothilfszentrale hergestellt werden. Dabei gibt es mehrere Dringlichkeitsstufen ( Unfall- oder Pannenhilfe sowie Verkehrs-Infoservice ). Zur Übertragung wird ein GSM-Netz benutzt. Mithilfe eines zugehorenden GPS-Empfangers konnen ggf. auch Standortdaten automatisch ubertragen werden. Weiters wird auch bei einem Unfall uber einen Crashsensor so Hilfe herbeigeholt.

-) SMS Alarm

Alarmauslosung durch GPS-Bewegungserkennung: Durch einen Alarmkontakt wird bei einem Diebstahl oder Einbruch uber ein GPS- GSM System z.B. dem Besitzer eine Meldung gemacht, sodass dieser dann uber den aktuellen Stand seines Fahrzeuges informiert wird. Das realisierte System besteht auf der Mobilseite aus einem GPS-Empfanger, einem Interface und einem GSM-Data-Modem. Das Interface bewirkt nach entsprechendem Befehl die Anwahl eines anderen GSM-Teilnehmers.

8.) Quellen: GPS Systeme Anwendungen Fa. Naveware

B. Hofmann-Wellenhof – GPS in der Praxis

Torge Wolfgang. 2nd Edition – Gruyter

Autoturing Zeitschrift

Internet Stand: Oktober 2000, ausgearbeitet von Thomas Greiner

Wo lassen sich GPS-Signale empfangen und was ist zu beachten?

Die GPS-Satellitensignale sind 24 h taglich weltweit zu empfangen. Da die Daten sehr hochfrequent (1.575,42 und 1.227,60 MHz) gesendet werden, konnen die Signale weder Stein, Wasser, noch Metall durchdringen. Beim Empfang ist daher darauf zu achten, da? die GPS-Antenne freien Blick zum Himmel hat. Auch das Blatterdach eines dichten Waldes, Ihr Korper, das Dach oder Aufbauten auf Ihrem Fahrzeug oder Boot konnen den Empfang beeintrachtigen.

Ein Handempfanger sollte daher beim Einsatz im Fahrzeug oder Boot mit einer Au?enantenne versehen werden.

Unter schwierigen Empfangsbedingungen (z.B. dichter Wald, Stra?enschlucht) sollte ein Garmin 12-Kanal Empfanger (PhaseTrack12-Technologie) verwendet werden. Diese Empfanger zeichnen sich durch au?erordentlich hohe Empfangsleistung und Reaktionsschnelligkeit

Benutzer-Einheit: Eine Benutzer-Einheit besteht aus einem GPS-Empfanger und Zubehor (Antennen, Software,…). Ein GPS-Empfanger nimmt das digitale GPS-Signal auf, dekodiert es und rechnet es in eine 3D-Position, Geschwindigkeit und Zeit um. Jeder Empfanger besitzt eine genaue Uhr, die zur Positionsbestimmung notwendig ist. Der gro?te Fehler bei der Bestimmung der Position ist eine vom U.S. Department of Defense absichtlich geschaffene Verschlechterung der Genauigkeit, die es feindlichen und terroristischen Organisationen nicht moglich macht, die militarische Genauigkeit zu nutzen.

Jetzt links abbiegen!“ Unmi?verstandlich und streng gibt die Dame die Richtung vor. Schlie?lich gilt es, den schnellsten Weg quer durch Wien zu finden, ohne sich dabei zu verfahren. Die ortskundige Dame ist in diesem Fall aber nicht aus Fleisch und Blut. Es handelt sich bei „ihr“ vielmehr um ein Navigationsgerat, das den Autofahrer uber Lautsprecher durch den stadtischen Stra?en-Dschungel lotst.

Leider sind die Karten-CDs speziell auf jeden Gerate-Hersteller zugeschnitten. Das hei?t, man kann nicht jede x-beliebige CD fur jedes x-beliebige Navigationssystem kaufen. So funktioniert ein Blaupunkt-Gerat nur mit Teleatlas-CDs, wahrend Alpine die Navtech-Daten braucht. Und auch wenn die Gerate von VDO Dayton sowohl mit Teleatlas als auch mit Navtech arbeiten, so brauchen sie doch wieder eigens furs Haus gemachte Karten-Software. Bevor man also eine neue CD kauft, sollte man sich uberzeugen, ob diese auch auf dem eigenen Gerat lauft.

Oft kann man die passende Software im Fachhandel auch mieten. Wer nur einmal im Jahr nach Suditalien auf Urlaub fahrt, braucht sich somit die Karten-CD dieser Region nicht extra zu kaufen.

Apropos Urlaub: Sowohl Teleatlas als auch Navtech haben eigene CDs im Programm, die neben den reinen Kartendaten zusatzlich noch einen Reisefuhrer mit Hoteladressen und Restaurant-Tipps gespeichert haben.

Mit Top-Navigationsgeraten von Alpine, Becker, Blaupunkt und VDO Dayton ging’s auf eine Testfahrt quer durch Wien. Ans Ziel fanden alle Navigationsgerate. Und die kleinen Unterschiede bei der Routenwahl verursachen hauptsachlich die verschiedenen Software-Versionen.

Allgemein ist man am besten beraten, wenn man sich die schnellste Route berechnen la?t. Denn bei der kurzesten Strecke lotsen die Navigationssysteme nicht selten durch Wohnstra?en oder 30- km/h-Zonen.

Alpine CVA-1005R

Ein Hightech-Gustostuckerl mit aufwendiger Grafik fur Leute mit sattem Bankkonto. So kann man sich am ausklappbaren Bildschirm die Stra?enkarte aus der Vogelperspektive und die Kreuzungen im Zoom anschauen. Anstelle des CD-Laufwerks kann das Alpine-Gerat auch mit einem DVD-Laufwerk kombiniert werden. Der Vorteil: Auf eine DVD passen die Stra?enkarten von fast ganz Europa.

Info: Alpine AG, Tel. (02625) 320 23

Preis: S 48.980,- (CD-Laufwerk), S 56.980,- (DVD-Laufwerk)

Navtech-Karten: O/CH/I-CD S 2.300,-, Euro-DVD (neu, noch kein Preis)

Plus: aufwendige Grafik (Kreuzungszoom), versenkbarer Bildschirm

Minus: Menufuhrung hat manchmal ihre Tucken, hoher Preis

Becker Traffic Pro 4720

Als einziger Testkandidat kommt es ohne separatem Bildschirm und Fernbedienung aus. Mit seiner einfachen Menufuhrung braucht sich der Traffic Pro trotzdem nicht zu verstecken. Weil das ganze Gerat in den Radioschacht des Autos pa?t, ist der Einbau schnell erledigt. Und ist die Route einmal berechnet, kann man die Navigations-CD aus dem Laufwerk nehmen und eine Musik-CD spielen.

Info: Becker, Tel. (0049) 72 48 71-1507DW

Preis: S 21.990,- (inkl. Karten-CD)

Navtech-Karten: 12-Lander-Europa-CD

Plus: einfach einzubauen, nach Routenberechnung kann man die Karten-CD herausnehmen und eine Musik-CD spielen

Minus: Richtungspfeile stellt das Radio-Display nur sehr klein dar

Travel Pilot DX-N

Das Gerat glanzt mit prazisen Richtungspfeilen und Entfernungsbalken. Das System berechnet die Route in Sekunden-Schnelle. Die Karten-CDs von Teleatlas enthalten auch die Betriebs-Software fur das Navigationssystem. Somit kann selbst ein alteres Blaupunkt-Gerat neue Funktionen lernen. Jungste Verbesserung: Die Zieleingabe klappt nun etwas einfacher.

Info: Bosch AG, Tel. (01) 797 22-0

Preis: S 29.999,-

Teleatlas-Karten: Osterreich-CD (S 1.490,-), Alpen-CD (neu, noch kein Preis)

Plus: durch Software-Updates lernen auch die Gerate automatisch neue Funktionen

Minus: Zieleingabe mit Fernbedienung konnte noch intuitiver sein

VDO Dayton MS 5000

Es errechnet im Falle eines Staus auf Knopfdruck eine Alternativ-Route. In punkto Software hat man, so wie bei VDO ublich, die Wahl zwischen Teleatlas oder Navtech. Die Ziel-Eingabe mit der Fernbedienung gelingt au?erst schnell und einfach. Gegen Aufpreis gibt’s ein GSM-Modul, mit dem man telefonieren, SMSen und in Zukunft auch im Internet surfen kann.

Info: VDO, Tel. (0800) 20 86 86

Preis: S 28.998,-

Teleatlas- oder Navtech-Karten: O-CD (S 1.898,-) von Teleatlas, O/CH/I Nord/D-Sud-CD (S 1.898,-) von Navtech

Plus: Alternativroute auf Tastendruck, einfache Bedienung, GSM-Modul (S 8.990,-) erhaltlich

Minus: langsame Routenberechnung

Schon in naher Zukunft werden die Navigationsgerate selbst Baustellen und Staus berucksichtigen konnen. In Deutschland und einigen anderen europaischen Landern gibt es bereits TMC. Hinter dem Kurzel TMC (Traffic Message Channel) versteckt sich eine Art kodierter Verkehrsfunk, der uber UKW-Radio oder GSM-Frequenzen gesendet wird. Das Navigationssystem entschlusselt diesen Code und erfahrt so, wo und warum es staut. Mit diesen Infos berechnet der Rechner rechtzeitig eine Ausweich-Route. Zwar bietet der Markt schon genugend TMC- taugliche Gerate, doch ist man in Osterreich noch nicht so weit, diesen Verkehrsfunk auch senden zu konnen. Das Verkehrsministerium, die Asfinag und ORF/O3 arbeiten gemeinsam daran, dass TMC innerhalb der nachsten zwei Jahre auch furs heimische Autobahn- und Bundesstra?ennetz funktioniert.

So funktioniert’s!. Die Fahrzeugposition bestimmt ein Navigationssystem zunachst einmal mit Hilfe eines Satelliten-Signals (GPS). Au?erdem ist das Gerat mit der Tachowelle und einem Sensor verbunden. Dadurch erkennt der Rechner, wie schnell und wohin sich der Wagen gerade bewegt. So wei? die Autonavigation auch an Orten ohne GPS-Empfang – z. B. im Tunnel – den genauen Standort.

Den Einbau sollte man schon alleine wegen der Anbindung ans Tachosignal dem Fachmann uberlassen. „sound by feser“ braucht als geubter Spezialist fur die Montage zwischen 2 und 8 Stunden. Die Kosten dafur betragen von S 1.500,- aufwarts.

Infos: „sound by feser“, Motorcity Sud, Autoallee 7, 2331 Vosendorf, Tel. (01) 699 32 40.