Gründe für das scheitern der jakobinerdiktatur

Der Sturz und die Hinrichtung Robespierres und einiger seiner Vertrauten am 28.07.1794 erfolgte, als die Jakobinerherrschaft scheinbar gefestigt war. Sie erfolgte als Verschworung im Konvent, viele Verschworer waren selbst „gema?igte“ Jakobiner. In Paris regte sich kaum Widerstand in den Provinzen fand der Sturz der radikalen Jakobiner Zustimmung.

1) Die radikalen Jakobiner hatten gro?e Verdienste bei der Verteidigung Frankreichs 1793/94, in dieser Rolle genossen sie Autoritat, jetzt wunschte die Mehrheit eine Ruckkehr zu verfassungsma?igen Verhaltnissen.

2) Die Wirtschaftspolitik der Jakobiner (z.B. Gesetze uber Lohn- und Preismaximum) verstie? gegen die Eigentumsinteressen des Burgertums und der Bauern, enttauschte aber auch die Sansculotten, da sie dem Prinzip der „sozialen Gleichheit“ nicht entsprach.

3) Der Staatsterror richtete sich zunehmend gegen Menschen, die bisher die Jakobiner unterstutzt hatten.

4) Unter den fuhrenden Jakobinern gab es 1794 tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten uber den weiteren Weg der Revolution. Doch die Hinrichtung des Fuhrers der „radikalen“ Heberts und des Fuhrers der „gema?igten“ Danton verlor der Wohlfahrtsausschu? die Unterstutzung der Sansculotten und die Duldung durch das Burgertum.