Igor fjodorowitsch strawinsky

⇒ russischer Komponist; seit 1936 franzosischer, spater amerikanischer Staatsburger

⇒ Vater: Fjodor Ignatiewitsch ( 1843-1902); am Marientheater in St. Petersburg

⇒ studierte vorerst Jura, wandte sich dann aber dem Kompositionsstudium zu

fruhe Werke: + „scherzo fantastique“

+ „Feu d’artifice“

⇒ S. Diaghilew erteilte ihm seinen ersten Auftrag, nachdem er das „scherzo fantastique“ gehort hatte

1940: „Feuervogel“; Urauffuhrung in Paris; erzielte damit gro?en Erfolg

danach: „Petruschka“; (noch gro?erer Erfolg als Feuervogel) -> verarbeitet darin das Mechanische und das Volkstumliche

29.5.1913: „Le sacre du printemps“ -> verursachte beispielslosen Skandal in Paris ;

bereits 1912 (Dez.) lernte Str. Schonbergs „Pierrot lunaire“ kennen, nach deren Vorlage er seine drei japanischen Lieder komponierte

⇒ von nun entstanden nur mehr instrumentale und vokale Miniaturen:

# 3 Quartettstucke

# Lieder mit Klavier oder anderen Instrumenten

In diesen kleinen Stucken klingt auch volkstumliches an;

⇒ Strawinsky lebte seit Kriegsbeginn in der Schweiz und versuchte dort auch eine Wanderbuhne zu aktivieren ⇘

„Die Geschichte vom Soldaten“ ; (niedere volkstumliche Gebrauchsmusik bilden das Fundament)

⇒ Igor Strawinsky erhalt wiederum einen Auftrag von Diaghilew: „Pulcinella“

-> er schafft damit etwas Neues: die systematische Verfremdung

musikalischer Vorlagen

-> spater: 2-fache Bearbeitung fur Violine und Klavier

(1925 und 1931)

1920: Übersiedelung nach Frankreich

1923: „Octuor“ fur Blasinstrumente

1924: + Konzert fur Klavier mit Blaserbegleitung

+ Sonate fur Klavier

Seine Hauptwerke:

· 1927: „Oedipus Rex“, eine Psalmensymphonie

· 1931: „Das Violinkonzert“

· 1935: Das Konzert fur zwei Klaviere allein

· 1939: Symphonie in C

„Three movements“

⇒ stand in Paris dem Dichter Cocteau und auch Pablo Picasso sehr nahe

1939: Tod seiner Mutter

⇒ er ubersiedelt nach einer schweren Krankheit in die USA, wo er auch

Vorlesungen an der Universitat Harvard hielt

1947: entstand seine Lateinische Messe mit Blasinstrumenten, die gro?e Bedeutung fur ihn hatte

⇒ Hinwendung zu den Kirchentonarten; eine Vorstufe zur Auseinandersetzung mit der Musik Schonbergs

1951: triumphierende Erstauffuhrung von „The Rake’s Progress“ in Venedig

⇒ schrieb fur den Venediger Markusdom seine beiden geistlichen

Hauptwerke : * Cantium sacrum (1955)

* Threni (1958)

seit den fruhen 20iger Jahren trat er vielfach auch als Pianist, spater auch mit seinem Sohn Soulima an zwei Klavieren und als Violinenbegleiter auf; spater dirigierte er auch einige seiner Werke selbst;

⇒ versuchte sich auch als Schriftsteller: „Chronique de ma vie“

⇒ in seiner Spatzeit half ihm R. Craft, der ihn vielfach anregte, indem er ihn unter anderem mit den neuen Entwicklungen der Musik vertraut machte, seine Werke dirigierte und kommentierte.