Industrialisierung und bürgerl. nationalbewegung (1850-71):

Wahrend v. a. in den suddt. Staaten die Reaktion nur zogernd einsetzte, wurde in der Habsburgermonarchie der Scheinkonstitutionalismus errichtet. In dieser Situation verfassungspolit. Ruckschritts gingen entscheidende Änderungsimpulse von der Wirtschaftsentwicklung und dem zw.

     Preu?en und Osterreich erneut aufbrechenden dt. Dualismus aus. Die Fuhrung in der dt. Frage beanspruchte auf Grund seines wirtschaftl. und militar. Potentials Preu?en, wo das Erstarken des Liberalismus im Kampf um Reorganisation und Kontrolle der preu?.

     Armee zum preu?. Verfassungskonflikt zw. Krone und Abg.haus fuhrte. Auf dem Hohepunkt der Krise wurde 1862 Bismarck zum Min.-Pras.

     berufen. Er zielte auf den Bruch des Dt. Bundes und eine Neugrundung durch Preu?en. Die schleswig-holstein. Frage und der Dt.-Dan.

     Krieg 1864 fuhrten die beiden dt. Vormachte noch einmal zusammen. Preu?ens Vorgehen im Konflikt um Schleswig-Holstein (Besetzung Holsteins) und das von Bismarck dem Bundestag vorgelegte Reformprogramm (Neubildung des Bundes ohne Osterreich) fuhrten zum Dt. Krieg 1866, zu dessen wichtigsten innerdt. Folgen die Ausschlie?ung Osterreichs aus der dt. Politik und die Bildung des Norddt.

     Bundes gehorten. Eine diplomat. Prestigefrage, die span. Thronkandidatur eines Hohenzollernprinzen, gab im Juli 1870 Anla? zum Dt.-Frz. Krieg 1870/71, der die kleindt.

     Reichsbildung durch Beitritt der suddt. Staaten (Kaiserproklamation 18. 1. 1871) vollendete.