Kommunikation via Internet – Verbannte Emotionen und dauernde Bestätigung?! – Wie viel Wahrheit steckt hinter all dem?

Kommunikation via Internet

Verbannte Emotionen und dauernde Bestätigung – Wie viel Wahrheit steckt hinter all dem?

Einleitung.

Internet.

Das Netzwerk der unbegrenzten Möglichkeiten.

Man findet alles – Musik, Filme, Nachrichten oder schlichtweg Antworten auf alle mehr oder weniger wichtigen Fragen.

Sehr häufig wird das Internet aber auch für Kommunikation verwendet, sei es mit engen Freunden im Alltag, für langjähriges Kontakthalten zu alten Bekannten oder zum Kennenlernen neuer Personen.

Neue Bekanntschaften über das Internet.

Nicht selten sind dies Menschen, die man über Chatprogramme kennengelernt hat. Vielleicht fand man in Foren Gleichgesinnte mit überraschend gleichen Interessen oder sogar während eines Online-Games.

Wie spannend es ist, neue Menschen kennen zu lernen, off- wie online, ist ja klar. Allerdings bekommt dieser Kennenlern-Prozess einen ganz neuen Reiz, wenn man sein Gegenüber vielleicht nicht sehen kann, sondern all den schönen, perfekten Worten glauben schenken darf, die auf dem Bildschirm erscheinen, verfasst von dem Gegenüber, der einem aus der Seele zu sprechen scheint.

Und natürlich ist es umso schöner, nicht gar stotternd sofort auf irgendetwas antworten zu müssen, sondern sich jedes Wort im kleinsten Detail perfekt zurechtlegen zu können. Keine nennenswerten Fehler, ein Ausweg aus den Peinlichkeiten des Lebens, wie groß sie auch sein mögen. Ist doch wunderbar, wenn man dem Gesprächspartner genau das Bild von sich vermitteln kann, welches man sich immer wünschen würde. Bewundert werden für seine Fähigkeiten, das Negative zählt nichts. Niemals angeschrien werden, immer nett und unglaublich verständnisvoll sein – und genau das auch zurückbekommen. Wie oft streitet man sich im wirklichen Leben, wie oft ist man enttäuscht von Freunden oder sauer, weil etwas nicht so läuft, wie man es gerne hätte. Im Chat ist das sehr, sehr selten der Fall. Man sollte meinen, es gäbe keine schönere Art der Kommunikation. Alles ist so viel einfacher und man bekommt glatt ein besseres Selbstbild von sich als im wahren Leben offline. Weil man das Bild vermittelt, welches man die anderen sehen lassen möchte – und irgendwann selbst glaubt, dass man dieser Mensch wirklich ist.

Aber Vorsicht, denn genau hier befindet sich die Falle. Denn natürlich kann auch dein Gegenüber sich so verstellen, dass man es einfach als super toll und harmlos abstempeln muss. Man muss es einfach mögen – klar, bei all den ausschließlich positiven Eigenschaften, die das Gegenüber genauso darzustellen versucht wie du selbst auch. Wer prahlt schon gern mit Fehlern?

Der Wahrheitsgehalt eines Chats mit Unbekannten ist eben – nein, nicht zwangsläufig bei null. Einfach ungewiss! Denn du kannst nie wissen, wie viel Wahrheit dein Gegenüber von sich preis gibt, wie viel Einblick du wirklich bekommst in das Leben, welches eigentlich gelebt wird. Genauso wie dein Gegenüber nie weiß, wie viel von deinem möglicherweise großartig inszenierten Schauspiel er glauben darf und welches als unglaubwürdig abgestempelt werden muss.

Natürlich ist es denkbar und möglich, dass zumindest der Großteil der Wahrheit entspricht. Aber man kann nie wissen. Schau dir all die Straftäter an, die über das Netz an ihre Opfer herankommen. Sogar so erschreckend nah, dass man sie nicht missen, sondern treffen möchte! Und dann kommt möglicherweise die große Überraschung.

Die nette 20-Jährige Freundin, die man schon ewig zu kennen glaubte – weil viel chatten in zwei Monaten oder teilweise sogar weniger Zeit so unglaublich viel über die Person preiszugeben scheint – ist plötzlich ein 45-Jähriger Mörder, der einen erst vergewaltigt und dann umbringt. Was hat man nicht schon alles für unglaubliche Geschichten gehört, im Radio und in den Nachrichten. Aber – all denen ging es wie dir und mir und uns allen. Sie glaubten, dass das nicht auch mit ihnen passieren könnte, dass das unwahrscheinlich ist und es sich um Einzelfälle handelt. Und plötzlich können sie sich zu all dem nicht mehr so äußern wie früher, weil ihre Meinung auf grausame Art umgekehrt worden ist.

Deswegen sollte man stets auf der Hut sein und niemals einfach so einem Treffen zustimmen oder jeder Internet-Bekanntschaft einfach blind vertrauen. Denn auch wenn sie vorgeben eine ganz normale Person wie du und ich zu sein – du kannst und wirst es vorher niemals genau wissen können. Man ist darauf angewiesen, was vermittelt werden soll und deswegen sollte man Internet-Bekanntschaften nicht komplett, aber doch strikt von seinem wirklichen Leben mit mindestens genauso tollen Freunden trennen. Ganz einfach, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Um die Möglichkeit der bösen Überraschung wenigstens ansatzweise minimieren zu können, ist es aber auch sehr sinnvoll, nicht nur schriftlich (also über Chats) miteinander zu kommunizieren. Wer es ernst meint und potentiell zu den „echten“ Freunden aufgenommen werden möchte, sollte per Video-Calls prüfen, ob das Gegenüber der ist, für den er sich im Chat ausgegeben hat. Dann kann einem wenigstens das oben genannte Beispiel weniger wahrscheinlich passieren und es ist fast, als würde man sich tatsächlich sehen und sich unterhalten können. Der erste Eindruck wird demnach entweder bestätigt, verbessert oder vielleicht auch komplett widerlegt. Auf jeden Fall ist diese Methode die sicherste und erspart einem möglicherweise Schlimmes.

Mehr kann man dann aber auch nicht tun und Übervorsichtigkeit raubt einem auch den Spaß, das ist auch klar. Schließlich kann einem auch im Real Life eine Menge Schlechtes passieren, da braucht es nicht zwangsläufig Internet zu.

Man kann eben auch eine Tendenz zur Kehrseite der zwanghaft dargestellten Perfektion erkennen. Oft findet man im Internet viel eher Gleichgesinnte mit ähnlichen Problemen, die vielleicht dieselben Schicksalsschläge erlitten und zu bekämpfen haben, über dieselben Symptome klagen oder einfach dieselben Interessen vertreten. Dafür ist das Internet eine sehr schöne Möglichkeit, denn im wahren Leben muss man teilweise länger suchen, bis man so jemanden finden kann.

Jedem, dem es auch im wahren Leben wichtig ist, Individualität zu wahren, wird das auch im Internet tun und man bekommt vielleicht schnell den schönen Eindruck, dass hier eine Vielzahl von verschiedenen Menschen zusammen kommen.

„Echte“ Freunde zwischen Realität und virtueller Kommunikation.

Wie praktisch, dass man auch mit diesen echten Freunden über das Internet kommunizieren kann! Oft ist das sogar die häufigere Form, denn wer hat schon mehr Internet-Freunde als Freunde im echten Leben? Wenn jetzt jemand „Ich!“ antwortet, sollte er sich schleunigst um Beziehungen zu den Menschen im direkten Umfeld kümmern und den Internet-Bekanntschaften eine ganze Weile lang den Rücken zukehren…

Eigentlich jeder Mensch, zumindest die der jüngeren Generationen, kommuniziert auch non-verbal via Internet mit seinen Freunden. Weil man ja leider nicht immer in der Nähe seiner Lieben sein kann und trotzdem vermitteln und vermittelt bekommen möchte, dass man aneinander denkt und in Gedanken dabei ist – wobei dann auch immer.

Allerdings neigen die meisten zu derber Enttäuschung, wenn man eben kein „Ich-denk-auch-an-dich“ zurück vermittelt bekommt. Wie oft sitzt man da und schaut immer wieder auf die Anzeige, wann die eigenen Freunde zuletzt online waren und ist gleich geschockt, weil sie einem einfach nicht antworten? Sofort verfällt man in Unruhe und überlegt fieberhaft „Hab ich etwas falsch gemacht?“, „Gibt es jemanden, der gerade wichtiger ist als ich es bin?“ oder auch „Warum ist XY schon wieder sauer auf mich?“.

Schlimm ist auch, wenn man vorgeworfen bekommt, man benutze zu wenig Smileys. Als hätte man schlechte Laune, nur weil man zu faul ist, nur des Müssens willen hinter jeden Satz einen Smiley zu tippen. Natürlich bedeutet es das nicht! Denn in Wirklichkeit läuft man ja auch nicht immer lächelnd und vor guter Laune sprühend wie ein Honigkuchenpferd herum. Dennoch gehören Smileys in jeden Chat, deswegen liegt der Vorwurf nahe. Trotzdem bin ich kein großer Fan von Smileys, eben weil sie Emotionen so übermäßig verdeutlichen. Wer, der „LOL“ schreibt, sitzt wirklich lachend und sich auf dem Boden kugelnd vor dem PC oder dem Handy? Wer lächelt wirklich so viel wie er „“ hinter jeden Satz hängt? Die Tendenz, nur aus Gewohnheit oder des Chats halber so viele Smileys zu benutzen, ist groß. Natürlich soll man deswegen nicht ganz auf Smileys verzichten, vielleicht einfach mal bewusster darauf achten, wann man wirklich lächelt oder traurig ist und die Smileys den echten Gefühlen anpassen. Dann wäre ein „“ gleich viel schöner, weil es seltener und besonders erscheint.

Im Chat sind Missverständnisse leider vorprogrammiert, denn wie so oft bei non-verbaler Kommunikation ist man darauf angewiesen, was man visuell wahrnimmt. Man hat nicht die Möglichkeiten, sich über beispielsweise verschiedene Betonungen von Sätzen auch einen auditiven Eindruck zu verschaffen und wird zwangsläufig dazu verleitet, zu interpretieren. Klar, dass da auch mal ordentlich was daneben laufen kann.

Um unnötigen Stress zu vermeiden, muss man auch hier klare Prioritäten setzen. Ein Freund, der gerade nur keine Zeit hat dir zu antworten, würde das im direkten Gespräch doch trotzdem immer tun! Selbst wenn er oder sie sauer sein sollte, was dann ja doch in den wenigsten Fällen zutrifft. Du musst darauf vertrauen, dass ein Freund offen zu dir ist und schon sagt, wenn etwas nicht stimmt. Klar und deutlich sagt. Es ist also besser, du interpretierst zu wenig als zu viel, dennoch ist eine kurze Nachfrage wie „Ist alles okay?“ niemals fehl am Platz und zeugt nur davon, dass Freunde sich um dich sorgen.

Manchmal muss und sollte man diese Missverständnisse aber auch einfach im direkten Gespräch oder vielleicht in einem Telefonat auszuräumen. Das ist immerhin besser als wenn es zu weiteren Missverständnissen kommt oder sich Streit anbahnt.

Sowieso ist es im Chat viel leichter, (auch mal ungewollt) einen Streit anzuzetteln, weil man leichter missverstanden werden kann. Deswegen ist es auch schwieriger, im Chat solch einen Streit zu begraben. Ein Gespräch ist da definitiv effizienter und zu empfehlen, damit schnell alles wieder gut werden kann.

Es ist aber trotzdem ungemein praktisch, wenn man sich immer kurzfristig mitteilen kann. Zum Beispiel wenn man gute Freunde nicht so oft sehen kann, weil sie in anderen Städten leben oder gar in einem anderen Land. Wie würde der Kontakt ohne diese Arten der Kommunikation via Internet leiden! So bekommt man trotz räumlicher Entfernung viel voneinander mit, weil die Kommunikationsdistanz mit Leichtigkeit überbrückt werden kann. In diesem Punkt muss ich echt eine Lobeshymne anstimmen, denn da hat das Ganze ausnahmslos Vorteile.

Vor allem Video-Calls sind eine wunderbare Möglichkeit für Familien oder Freunde, sich auch mal zu sehen, wenn die räumliche Distanz einfach zu groß ist, sich so oft zu sehen, wie es einem lieb wäre. Missverständnisse sind auch viel weniger vorprogrammiert, weil man sein Gegenüber sieht und hört, nur der Bildschirm trennt die beiden Parteien und man neigt dazu, das zu vergessen, weil es einem richtigen Gespräch schon so nahe kommt. Die fortschrittlichste Methode der Kommunikation via Internet bietet hier also auch die größten Vorteile.

Social Networks wie Facebook – Bestätigung wo bleibst du?!

Hier ein Selfie, da ein Schnappschuss mit Freunden oder Haustier – Facebook und andere Social Networks sind dazu da, sich der ganzen Welt mitteilen zu können. Und das, wenn gewollt, sogar im Sekundentakt. Je nachdem, was man für Neuigkeiten hat – ohne Rücksicht auf Verluste werden sie in die Welt hinausgeschickt.

Natürlich nicht nur, um für alle sichtbar eine Aktion auszuführen, sondern auch um viele Reaktionen zu kassieren! Wehe, das neueste Foto hat noch nicht genügend Likes oder die „Freunde“ (natürlich ganz bewusst in Anführungszeichen!) haben es nicht für nötig gehalten, den neuesten Status zu kommentieren? Oh weia. Wo bleibt denn die Bestätigung, nach der man fast süchtig ist? Man muss sehen, dass die Zahl der Likes steigt, damit man sich wahrgenommen fühlt. – ernsthaft?!

Viele Leute checken öfter Facebook als sich mit der Familie oder sogar Freunden zu unterhalten! – Warum?! Spielt sich ihr Leben etwa online ab?

Fragen wie „Bin ich nicht beliebt?“, weil die Anzahl der eigenen Facebook-Freunde nicht denen der anderen, coolen Menschen des Umfelds nahe kommt, sind keine Seltenheit, sondern erschreckender Alltag. Dabei zählt die eigentliche Welt doch nicht in Facebook-Freunden! – Warum glauben das manche User?! Man ist doch nicht mehr oder minder beliebt oder gemocht, wenn man nur ein paar Facebook-Freunde hat.

Was sollen denn sonst die machen, die gar nicht erst bei Facebook registriert sind? „Hilfe, ich habe KEINE Freunde!“ denkend aus dem Fenster springen?! Dabei sind es doch eher die Facebook-User, die so verzweifeln – man hört oft genug von „Selbstmord wegen Cybermobbing“-Schlagzeilen.

Oft wird diese Art der Kommunikation nämlich nicht für die positive Nutzung verwendet. Nirgendwo anders ist es so leicht, seine Opfer in den Wahnsinn zu treiben. Keine Aufsichtspersonen, die einschreiten könnten. Nur das arme Opfer, öffentlich in die Enge getrieben. Umgeben von Mit-Usern und trotzdem mutterseelenallein. Der Täter bekommt wahrscheinlich eher die Unterstützung, obwohl er sie am wenigsten braucht. Das Opfer weiß keinen Ausweg mehr – natürlich, denn Facebook ist für sie ja das richtige Leben oder zumindest unüberwindbar damit verknüpft. Wenn das Facebook-Ich in Scherben liegt, kann das wahre Ich nur mittendrin liegen und untergehen.

Man verliert den Bezug zu seinem direkten Umfeld, zu seinen Eltern, die in einer solchen Situation wohl am ehesten helfen könnten. Es muss ja auch gar kein so dramatischer Fall sein wie eben beschrieben, sondern schlicht weg der „Durchschnitts-User“ eines Social Networks:

Nervt es nicht ungeheuerlich, wenn Freunde, mit denen man sich trifft und mit denen man gerade Zeit verbringt, nichts Besseres zu tun haben, als Twitter oder Facebook zu checken?! Statt ein neues Gespräch zu beginnen, holen sie ihr Smartphone raus und widmen sich den virtuellen Freunden.

Natürlich haben auch Social Networks ihre Vorteile. Man kann schnell sehen, wofür sich seine Freunde interessieren, außerdem bekommt man viel von ihrem wirklichen Leben mit, zum Beispiel über die Posts. Man kann sich schnell mitteilen und hat einfach Teil an diesem doch mittlerweile selbstverständlich gewordenen Medium. Es ist Trend und alle nutzen es, deswegen ist man dadurch immer „up to date“.

Schluss.

Beginnen werde ich den Schluss-Teil des Essays mit meinem nach diesen Überlegungen favorisierten Kommunikationsmittel.

Wirklich am besten erscheint mir die Methode, per Videocall zu kommunizieren. Sei es mit entfernten Freunden oder Menschen, die man noch nie zuvor gesehen, mit denen man aber bereits per Chat kommuniziert hat. Ein Videocall bietet einem bei neuen Bekannten die meiste Sicherheit. Außerdem bekommt man das Rundum-Paket. Man kann sich sehen und zuhören, anders als am Telefon, per Chat oder per Mail. Außerdem konzentriert man sich besser auf die Kommunikation, weil es einem echten Gespräch nahe kommt und man automatisch weniger nebenbei macht oder zwischendurch. Es ist also auch intensiver.

Abschließend kann ich sagen, dass bei der generellen Nutzung von Kommunikation via Internet Vorsicht geboten ist.

Es wäre nicht gut oder unnötig, sie nicht zu nutzen und komplett zu verzichten, denn es gibt einfach sehr viele Vorteile: es ist praktisch, es geht schnell und bietet ganz neue Möglichkeiten.

Missverständnisse gibt es häufiger mal, aber solange man kein Drama daraus macht, sondern sich dieser Möglichkeit bewusst ist, stören diese nicht weiter.

Es kann aber auch gefährlich werden, wenn man sich bedingungslos jedem im Netz anvertraut und einfach zu gutgläubig ist.

Man sollte einfach abwägen, wie viel man dem Internet von sich selbst preisgeben möchte. Dann ist man auf der sicheren Seite und kann nicht mehr allzu viel falsch machen.

Außerdem darf man nicht vergessen, sich persönlich eigene Prioritäten zu setzen. Es sollte klar sein, dass das wahre Leben Vorrang hat und es sich nicht auf Facebook, Twitter und sonstigen Kommunikationsmitteln abspielt.

Denn…

Was zählt ein lächelnder Smiley gegenüber einem echten, strahlenden Lächeln aus vollem Herzen?

Was zählt ein lautes, kräftiges Lachen gegenüber „LOL“?

Was zählt ein schriftliches „Ich bin in dich verliebt“ gegenüber der verbalen, aufregenden Version?

Was zählt ein schriftliches „Ich liebe dich“ gegenüber dem gesprochenen? („Ich liebe dich“ sind immer schöne Worte, aber stell‘ dir nur einmal eine Person vor, die dir sehr wichtig ist, die dich mit diesem speziellem Gesichtsausdruck und einem Lächeln ansieht und wirklich zu dir sagt „Ich liebe dich“ – welche Version würdest du wählen?)

Was zählt ein „Ignorierer“ auf WhatsApp gegenüber dem „Kalte-Schulter-Zeigen“ im wahren Leben? Womit könntest du wohl schlechter leben/was ist wirklich böse gemeint?

Wie viel Wert ist irgendein Facebook-Freund gegenüber deinem wirklichen Umfeld?

Was zählt überhaupt ein Freund im Netz, dem du vielleicht wichtige Elemente deines Wesens verschwiegen hast oder andersherum, gegenüber deinen wahren Freunden?

Lachen, Streiten, Weinen, Lieb Haben. All das gehört nun mal dazu…

Es kann bestimmt nicht richtig sein, all das zu verschriftlichen und das wahre Leben damit zu entlasten. Denn dadurch belastet man es um einiges mehr.

Man raubt sich selbst die kostbaren, realen Momente des Lebens, indem man sie emotionsloser aufschreibt.

Kein Smiley auf der Welt kann wirklich zeigen, wie sich dein Gegenüber fühlt. Und ich für meinen Teil will das ganz genau wissen… Will miterleben, was meine Worte auslösen und nicht gefühlte Stunden warten müssen. Will mich lebendig fühlen und nicht wie eine steife Maschine, die bloß Tasten tippt.

Ich will nichts beschönigen, nichts ausschneiden und nichts kopieren. Ich will ich sein. Und ich möchte das „Du“ live erleben…

Du hast die Wahl zwischen deinem Online-Leben, welches du perfektionieren kannst bis es nicht schöner geht oder dem wahren Leben offline, indem nichts perfekt ist, aber jeder lebt.

Du hast die Wahl. Du musst dich entscheiden. Du musst wissen, wie viel Realität du wahren und wie viel Fiktion du erschaffen möchtest.

Es ist deine Entscheidung und du wirst garantiert das für dich perfekte Gleichgewicht zwischen wahrem Leben und Internet finden können.

Ich wünsche euch auf jeden Fall einen sicheren, entspannten Umgang mit der Kommunikation via Internet.