Ausführliche interpretation „pompeji i“

Das Gedicht „Pompeji I“ von Gunter Kunert aus dem Jahr 1975 handelt von den Leichen, die in der antiken Stadt bei den Ausgrabungen, die 1748 begannen, gefunden wurden.

Diese Menschen werden als „Hingesturzte“ (Zeile 1/21) bezeichnet, sie haben Spuren in der Asche hinterlassen, die dann spater mit Gips ausgegossen wurden. Das Gedicht beschreibt wie diese Menschen aufgefunden wurden. Sie haben keine Bedeutung mehr und werden als Museumsobjekte angesehen.

Beim Lesen des Gedichtes, hat man das Gefuhl, dass man als Leser nicht in das beschriebene Geschehen mit einbezogen ist, sondern nur „au?envorsteht“. Au?erdem hat das Gedicht eher eine sachlich beschreibende Atmosphare, damit meine ich, dass man als Leser nicht wirklich ergriffen wird von dem Text des Gedichtes.

Die Themen des Gedichtes sind zum einen Verganglichkeit und Dauer, und zum anderen Leben und Tod.

Meine These bezuglich der Aussage des Gedichts ist, dass Gunter Kunert zeigen mochte, dass Verganglichkeit und Dauer durchaus zwei zu vereinende Begriffe sind. Gunter Kunert benutzt in seinem Gedicht nicht den Begriff „Menschen“, sondern „Hingesturzte“ (Zeile 1/21), das verdeutlicht das Schicksal, derjenigen, die bei dem Ausbruch des Vesuvs, versuchten zu fliehen, aber sich nicht rechtzeitig genug retten konnten. Der Ausdruck „in der Asche eine Hohlform“, die dann spater mit Gips ausgegossen wird, verdeutlicht die Verganglichkeit, genauso wie die Dauer; aufgrund der Vulkanasche waren die „Leichen“ so gut erhalten, dass man sie mit Gips ausgegossen hat. Die Menschen sind zwar tot, und trotzdem zeugen ihre vergipsten Überreste noch heute von ihrer Existenz.

Der Autor selbst deklariert die Opfer, die in dem Gedicht niemals so bezeichnet werden, mit der Aussage „Ausstellungsobjekte des Museums“ (Zeile 10). Es werden also die Menschen objektiviert. Ihnen wird damit die Wurde genommen, wie sie ihnen auch bei der Katastrophe genommen wurde, aber spatestens als die Überlebenden kamen und ihre Hauser plunderten. Ich denke, der Autor macht damit eher den Touristen einen Vorwurf, die kommen und Fotos machen, und einige von ihnen verhalten sich vielleicht auch nicht so, wie es der Wurde der Toten, angemessen ware.

Weiterhin werden die Menschen auch noch degradiert, in dem, in der darauf folgenden Strophe, ein Hund genannt wird, der sich dort auch befinden soll. Andererseits kann man diese Stelle auch so interpretieren, dass der Vulkanausbruch nichts und niemanden verschont hat, weder Mensch, Tier noch sonst irgendetwas in der naheren Umgebung.

In der zweiten Strophe des Gedichtes wird auch die Zahl „seit tausendneunhundert Jahren“ (Zeile 13) genannt, dieses Gedicht ist fast genau 1900 Jahre nach dem Ausbruch des Vesuvs entstanden und stellt somit den Bezug zur Gegenwart her. Es wurde vielleicht auch zum Gedenken des „Jahrestages“ und der Opfer eingebaut.

Ein weiterer Aspekt ist wohl, dass Kunert aufzeigen mochte, dass auch trotz der Verganglichkeit des einzelnen Lebens, es immer Fragmente geben wird, die uns an diese vergangenen Leben erinnern werden und dass wir uber unsere Zeit, hier auf unserem Planeten, hinaus auf die Zukunft wirken. Dieses wird klar, durch das Oxymoron und auch gleichzeitig die Antithese „Verganglichkeit Dauer“ (Zeile 14), die Begriffe „Verganglichkeit“ und „Dauer“, die so gegensatzlich sind, stehen einander direkt gegenuber, dadurch soll verdeutlicht werden, dass in der Verganglichkeit des eigenen Lebens, nicht gleichzeitig ein Vergessen wirkt, sondern dass man durchaus uber den Tod hinaus noch auf die Gegenwart und die Zukunft wirken kann. Das Menschenleben wird hier in diesem Fall als verganglich angesehen, aber die Geschichte des Vulkanausbruchs, die Schicksale der Menschen, die Überreste der Gebaude in Pompeji und die ausgegossenen „Leichen“ sind auch heute noch prasent und erzahlen sozusagen „ihre Geschichte“.

Auch in der nachsten Strophe wird wieder auf diese Dauer hingewiesen „Hohlformen bleiben“ (Zeile 15), die Geschichte bleibt, nur die Menschen mussen gehen.

Und dann wird Pompeji wieder neubelebt „deine Sprache sei Jaja und Neinnein/ fullet wieder Busch und Tal“ (Zeile 16/17), wahrscheinlich sind damit die Touristen gemeint, die Pompeji besuchen.

In der letzten Strophe wird sogar noch der Fall herabgesetzt „Hingesturzte hinterlassen nichts/ als das Abbild ihres Falles/ und das ist: kein besonderer.“ (Zeile 21-22). Selbst jetzt noch werden die Toten oder ihr „Fall“ degradiert.

Der Autor verwendet viele Antithesen „verhullt- entblo?t“ (Zeile 5/6), „Madchen- Manner“ (Zeile 4), „jaja- neinnein“ (Zeile 17) und auch „Verganglichkeit- Dauer“ (Zeile 14), die sehr deutlich, das Thema „Verganglichkeit- Dauer“ und „Leben- Tod“, welches auch antithetisch ist, hervorhebt.

Au?erdem verwendet der Autor noch Alliterationen „Hingesturzte hinterlie?en/Hingesturzte hinterlassen“ (Zeile 1/21) mit denen hier in diesen Fall die Nachhaltigkeit verdeutlicht wird.

Das Gedicht besteht aus vier Strophen unterschiedlicher Lange, es gibt kein Reimschema. Au?erdem fallt besonders auf, dass der Autor keine Satzzeichen verwendet, ausgenommen in der letzten Zeile.

Eine weitere Interpretationsthese, die aber eher Spekulation ist, ist, dass dieses Gedicht von Gunter Kunerts Erlebnissen im Zweiten Weltkrieg und der DDR handelt. Durch den Bezug zur Biographie des Kunstlers ergeben sich vollig neue Interpretationsaspekte.

Aus seiner Biographie wei? ich, dass Gunter Kunert nie wirklich die Erlebnisse, die er im Zweiten Weltkrieg gemacht hat, verarbeiten konnte und genauso geht es ihm mit der DDR. Er glaubt auch daran, dass sich die Geschichte immer wieder wiederholen wurde und es, nach seinen Vorstellungen, irgendwann in einer „Katastrophe“ enden wird.

Die ersten beiden Strophen handeln vom Zweiten Weltkrieg, die erste Strophe ist in der Vergangenheit geschrieben, was zu dem passt, denn zu der Zeit als das Gedicht geschrieben wurde, war der Krieg ja auch schon vorbei.

Dafur, dass es sich wirklich um den zweiten Weltkrieg handeln konnte, spricht, dass die „Hingesturzten“ (Zeile 1/21) fur alle getoteten Menschen, sowohl die Juden, als auch die Soldaten, die im Gefecht ihr Leben lie?en, stehen. Die „Hohlform“ (Zeile 2/15) in der Asche steht dann fur die Erinnerung an die getoteten Juden und der Gips steht fur die einzelnen Schicksale, die dann die Erinnerungen konservieren. Der „Hund mitleiderregend verrenkt“ (Zeile 11/12) konnte fur die korperlich und geistig Behinderten stehen, die getotet wurden und der Hund steht im Vergleich mit den Menschen, in der ersten Strophe, daraus konnte man sehen, dass die Menschen wie Tiere behandelt wurden und meist noch schlechter.

Die Vergangenheit belastet unsere Zukunft immer noch, das wird durch die „tausendneunhundert Jahre“ (Zeile 13) klar. Und die „Verganglichkeit“ und „Dauer“ deuten auch hier, wie in der ersten Interpretationsthese, auf die Verganglichkeit des Lebens, aber auch auf die dauerhaften Nachwirkungen hin.

Die dritte und vierte Strophe sind in der Gegenwart geschrieben und handeln von der DDR. Auch in diesen beiden Strophen kommen die Begriffe „Hingesturzte“ (Zeile 21), „Hohlformen“ (Zeile 15) und „Gips“ (Zeile 16) vor, und das unterstutzt meine These, denn Kunert glaubt selbst an einen Kreislauf des Lebens, in dem sich alles wiederholt.

Es gibt noch weitere Aspekte, die sich auf die DDR beziehen lassen. Zum Beispiel „Deine Sprache sei Jaja und Neinnein“ (Zeile 17), die DDR – Burger hatten nur ein relatives Recht auf freie Meinung; wenn man sich gegen den Idealismus der Regierung wendete, musste man mit Konsequenzen rechnen. Vor allem der Satz „wer weitergeht wird erschossen“ (Zeile 20) deutet fur mich auf die DDR hin, auf Berlin und die Mauer. Pompeji steht daher stellvertretend fur Berlin, denn Kunert glaubt, wie er selbst sagt, dass Berlin genau wie Pompeji und Troja untergehen wird.

Besonders der Wandel vom Dritten Reich zum Sozialismus der DDR kann mit der Stadt Pompeji gut dargestellt werden, denn es hei?t, dass die in Pompeji erhaltenen Gebaude „einen Übergang vom griechischen zum romischen Baustil“ [1] bilden. Auch in diesem Gedicht gibt es diesen au?erlichen, formellen Wandel, der Autor springt von der Vergangenheitsform in die Gegenwartsform.

Neapel – allgemeine informationen

Neapel ist eine Stadt in Suditalien, sie ist die Hauptstadt der Region Kampanien und der Provinz Neapel und sie ist in der Nahe des Vesuvs gelegen.

Wirtschaftlich gesehen ist Neapel fur seine Region der wichtigste Industriestandort, da sie einen gro?en Personen- und Industriehafen besitzt, au?erdem gibt es viele kleine Fischerei- und Vergnugungshafen. Der Schiffbau, die chemische Industrie, die Nahrungsmittel-, Leder-, Textil-, Eisen- und Stahlindustrie, der Maschinenbau und der Fremdenverkehr sind die wichtigsten Wirtschaftszweige.

Das antike Neapel war vom Ursprung her eine Siedlung der Griechen. Im 4. Jahrhundert wurde sie durch die Romer erobert, blieb aber noch lange Zeit griechisch gepragt. Auch sie war, genau wie Pompeji, ein bevorzugter Erholungsort fur reiche Romer. Als im 5.Jahrhundert das Romische Reich zerfiel, ging auch die Bedeutung der Stadt zuruck. Unabhangig wurde die Stadt dann im 7.Jahrhundert.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Hafen von Neapel umfassend ausgebaut und im Jahr 1884 er hielt sie eine neue Trinkwasserversorgung und Kanalisation, aufgrund der mehrmaligen Cholera-Epidemien. [5]

Pompeji – allgemeine informationen

Pompeji ist eine antike Stadt in Kampanien/Suditalien an der Mundung des Sarno. Sie liegt nur wenige Kilometer von dem Vulkan Vesuv entfernt, zwischen Herculaneum und Stabiae.

Die Stadt wurde etwa 600 v. Chr. von den Oskern gegrundet und spater von den Samniten erobert. Im Jahr 80 v. Chr. wurde sie zur romischen Kolonie. Sie wurde spater zum bevorzugten Erholungsort fur wohlhabende Romer, zu dieser Zeit hatte sie etwa 20.000 Einwohner.

Pompeji war eine bedeutende Handelsstadt und, fur viele im Landesinneren gelegenen Stadte, Ausfuhrhafen.

Im Jahr 63 n. Chr. wurde die Stadt von einem Erdbeben schwer beschadigt und bei dem Ausbruch des Vesuv 79 n. Chr. ebenso wie die Stadte Herculaneum und Stabiae verschuttet.

Heute liegt die Stadt in betrachtlicher Entfernung zum Meer, weil dieser Ausbruch zur Ablagerung vulkanischen Materials fuhrte und dies wiederum fuhrte zur Ausdehnung des Festlandes.

Im Jahr 1748 wurden die ersten Ausgrabungsarbeiten begonnen. An dem letzten, noch nicht freigelegten Viertel der Stadt werden immer noch Ausgrabungen vorgenommen. Im Jahr 2000 wurden weitere 48 Opfer gefunden.

Erstaunlich dabei ist der gute Zustand der Funde. Durch die Vulkanasche bildete sich nach dem Ausbruch des Vesuvs „ein Schutzschild“ uber der ganzen Stadt und der Umgebung, dies fuhrte zum Erhalt vieler Gebaude.

Es wurden sogar Überreste von einigen der 2.000 Opfer in den Ruinen gefunden. Die meisten Bewohner Pompejis flohen vor dem Ausbruch des Vesuvs und nahmen dabei so viel wie von moglich ihrem personlichen Besitz mit. “ Die erhaltenen Gebaude bilden einen Übergang vom griechischen Stil zum Baustil des Romischen Weltreiches.“ [4]

Biographie august von platen

Karl August Georg Maximilian Graf von Platen-Hallermunde, wie er mit vollem Namen hei?t, wurde am 24. Oktober 1796 ins Ansbach, als Nachkomme eines alten, aber verarmten Adelsgeschlechts geboren. Sein Vater war Oberforstmeister.

Sein Leben war gepragt durch seine homosexuelle Veranlagung, aufgrund dieser er oft diskriminiert wurde.

Im Jahr 1806 trat August von Platen in das Kadettenhaus in Munchen, indem er sich aber stark eingeengt fuhlt, ein. Er entwickelt dort ein starkes Au?enseiterbewusstsein, dieses Gefuhl wird er erst in Italien los, wo er sich frei fuhlt.

1810 wechselte er dann ins Pagenhaus. Vier Jahre spater meldete er sich zur Armee und nahm 1815 als Leutnant am Frankreichfeldzug gegen Napoleon teil, allerdings war er in kein Gefecht verwickelt. 1817 denkt er uber eine Auswanderung nach Nordamerika und den Freitod nach. Platen wurde 1818 vom Dienst befreit, um einem Studium, hauptsachlich Sprachen und Literatur, in Wurzburg und Erlangen nachgehen zu konnen.

Im September 1824 unternimmt er seine erste Italienreise, hauptsachlich halt er sich bei dieser in Venedig und Umgebung auf. Venedig wird fur ihn zum uberwaltigendem Kunst- und Bildungserlebnis, hier entstehen seine „Venezianischen Sonette“. Am 9. November verlasst Platen Venedig und kehrt nach Munchen zuruck.

Im September 1826 zieht es ihn erneut nach Italien zuruck. Dort fuhrt er ein rastloses Wanderleben. Diese zweite Reise nach Italien ist sehr fruchtbar fur seine Lyrik, er verfasst eine Reihe von melancholisch grundierten Idyllen.

Ein Leben in Deutschland kommt fur ihn nicht mehr in Frage. Es folgten langere Aufenthalte in Rom, Neapel und Venedig.

1835 stirbt August von Platen in Syrakus, ob an Cholera oder an einer Überdosis an Medikamenten, die er sich selbst gegen die Cholera verabreicht haben soll, ist strittig. Thomas Mann nahm Platen als Vorbild fur seinen Novelle „Tod in Venedig“.

August von Platen wurde au?erdem von Theodor Fontane und Stefan George verehrt. [2]

Biographie günter kunert

Gunter Kunert wurde am 06 Marz 1929 in Berlin geboren. Seine Mutter war Judin, aufgrund dessen er als „wehrunwurdig“ ausgemustert wurde. Gunter Kunert arbeitete vorubergehend als Lehrling in einem Bekleidungsgeschaft, weil es ihm aufgrund der „Rassengesetze“ nicht moglich war, eine hohere Schule zu besuchen. Nach Kriegsende begann er ein Graphik-Studium an der Hochschule fur Angewandte Kunst in Berlin-Wei?ensee. Dieses Studium finanzierte er sich durch satirische Gedichte und Geschichten, die er fur die Zeitschrift „Ulenspiegel“ schrieb. Nach funf Semestern gab er jedoch sein Studium, des Schreibens zuliebe, auf. Er lebte als freier Schriftsteller, Zeichner und Maler in Ostberlin.

Inzwischen war er Mitglied der SED geworden. Gunter Kunert wurde von Johannes R. Becker, spaterer DDR-Minister fur Kultur, entdeckt und gefordert.

In den 1960er Jahren gerat Kunert mit den Vorgaben der Kulturbehorden der DDR durch skeptisch-pessimistische Verse in Konflikt. Zu dieser Zeit wird er aber auch in Westdeutschland bekannt.

1967 erscheint sein einziger Roman „im Namen der Hute“ in der BRD. Neun Jahre spater wird dieser auch in der DDR gedruckt.

Gunter Kunert erwirbt internationales Ansehen und darf ausreisen.

1972 ubernimmt er eine Gastprofessur in Austin, Texas. Und 1975 verbringt er ein Jahr in Warwick/England als „Writer in Residence“.

Im Jahr 1977 erfolgt sein Parteiausschluss, weil er einen Schriftstellerprotest gegen die Ausweisung von Wolf Biermann unterschreibt.

Ein mehrjahriges Visum ermoglicht ihm 1979 die Ausreise in die BRD.

Gunter Kunert lasst sich mit seiner Frau in Schleswig-Holstein nieder und lebt seither als freier Schriftsteller in Kaisborstel bei Itzehoe.

Er gewann zahlreiche Schriftsteller-Preise; 1962 den Heinrich-Mann-Preis, 1985 den Heinrich-Heine-Preis, sowie 1991 den Friedrich-Holderlin-Preis.

Die Werke Gunter Kunerts sind stark von der Zeit des Dritten Reiches und der DDR gepragt. Er kann den Krieg, die Verfolgung und den Mord nicht vergessen. Mit seinen Werken will er uns immer wieder ermahnen, die Vergangenheit nicht zu vergessen.

Er will seine Leser anregen uber gesellschaftliche Handlungen und Normen nachzudenken, der Leser soll aus der Geschichte lernen. Weiterhin glaubt Kunert, dass es einen immer wiederkehrenden Zyklus in der geschichtlichen Entwicklung gabe, der aber unaufhaltsam ins Verderben fuhre.

Allerdings ist Kunert auch sehr weltoffen, er schrieb sogar Reiseberichte.

Zu seiner Geburtsstadt Berlin hat er ein besonderes Verhaltnis, einerseits ist er von ihr fasziniert, andererseits sto?t sie ihn ab. Dieser Stadt hat er einige Gedichte und auch Prosawerke gewidmet. Zuletzt ist Berlin fur ihn nur noch Ort der Entfremdung, Anonymitat und Angst. Kunert glaubt, dass Berlin, genau wie Troja und Pompeji, dem Verfall ausgeliefert ist. [1]

Kurzbiographie / marie luise kaschnitz

Kindheit:Marie Luise wurde am 31.01.1901 in Karlsruhe geboren. Sie war die dritte Tochter einer angesehenen adligen Familie, die auch mit dem Kaiserhaus Kontakt hatten. Das sensible und schuchterne Kind, Marie Luise, fuhlte sich eher zuruckgesetzt und kam sich oft einsam vor. Ebenso kann sie sich an keinen einzigen Spaziergang und auch nicht an eine Sommerreise erinnern. Wenn sie mal mit dem Vater allein war, war es meist sehr bedruckend. Der Vater zeigte erst Anerkennung den Kindern gegenuber als sie so alt waren, dass sie mit ihm Schach spielen oder sich an schweren Ratespielen beteiligen konnten. Am Tisch sollte sie nicht wie andere Kinder schweigen, sondern etwas erzahlen, dass von allgemeinem Interesse war. Oft hatten die Eltern Kindermadchen eingestellt und wenn sie da waren durfte kein Wort deutsch gesprochen werden. Nur selten spielte die Mutter den Kindern ein Puppentheater vor. Manchmal sa? sie mit ihren zwei anderen Schwestern unter dem Flugel wenn ihre Mutter sang, musizierte oder Trio spielte.

Allerdings hatte Marie Luise auch schlechte Erfahrungen mit der Welt des Militars gemacht. Der Krieg loste bei ihr (wie bei vielen anderen Kindern auch) das Gefuhl der Abneigung gegen soziale Zwange, z.B. Kleidung, aus. Die Uniform, die eingefuhrt wurde, welche aussah wie ein Matrosenanzug, hasste sie.

Wie auch ihre drei Geschwister hatte sich bei Marie Luise ein gro?es Interesse fur Musik, Malerei und die Dichtung entwickelt.

Jugend:

Nach dem Ende des 1. Weltkrieges im 18. Jahrhundert kehrte der Vater zunachst nicht zuruck zur Familie. Im badischen Bollschweil mussten sie mit ansehen, wie ihr Vater in einem Zelt des Gutshofes wohnte. Trotzdem erinnerten sie sich an unbeschwerte Ferientage, die zeitlebens lebendig blieben. Marie Luise kehrte spater immer wieder gern in das Dorf zuruck – es war ihre eigentliche Heimat.

Mind map

Erklarung: – mind = englisch = Geist oder Gedanke

– map = englisch = karte

– Arbeitstechnik, um gefundene Infos zu ordnen

– Karte entspricht einer bildhaften Anordnung

Vorgehenswei?e: – Blatt im Querformat

– Thema in die Mitte des Blattes schreiben und umkreisen

– Oberbegriff (Schlusselworter) = Hauptaste (Gro?buchstaben)

– Unterbegriffe als Nebenaste an die Hauptaste hangen

– weitere Untergliederung moglich

– Verwendung verschiedener Farben

– kurze Formulierung

Anwendung: – Analyse von Texten (Übersichtlichkeit)

– Anschaulichkeit verbessern

– Aneignung von wissen

1. Maulwurfe

1. Warum ist der Maulwurf ein Schadling?

Der Maulwurf richtet mit seiner Wuhlarbeit gro?en Schaden an. Er zerstort den Rasen und lockert die Wurzeln von den Gemusepflanzen.

2. Welche Aussage ist richtig?

a) Maulwurfe haben einen gro?en Russel.

b) Ihr Korperbau ist walzenformig.

c) Maulwurfe haben gro?e Augen.

Antwort b ist richtig.

3. Wovon ernahrt sich der Maulwurf?

– Kafer

– Regenwurmer

– Schnecken

– Insekten

– Mause

– Andere Maulwurfe

4. Welche dieser Worter erscheinen nicht im Text?

a) Geruchssinn

b) Kiesboden

c) Stecknadelkopfe

d) Labyrinth

e) Kartoffel

f) Anwohner

Antwort b, e, f erscheinen nicht im Text.

2.Hamster

1. Lies den Text und formuliere 3 Teiluberschriften!

a) Wohnraum

b) Pflege

c) Nahrung

2. Welche aussage ist richtig?

Aus dem Text geht vor, dass nicht jedes Behaltnis als Wohnraum fur Hamster geeignet ist.

a) weil er Kafigstangen anknappert und verursacht dadurch larm

b) weil er muhelos uber den Kafigrand klettert

c) weil er bewegungslustig ist und dadurch viel schmutz verbreitet

Antworten a und c sind richtig.

3. Welche Substantive stehen nicht im Text?

a) Sagespane f) Hamsterbacken

b) Fruchte g) Nest

c) Spreu h) Stroh

d) Kafigstange i) Hamsterkafig

e) Schlafkasten

Antwort a, c, d, e, g, stehen nicht im text.

4. Wovon ernahrt sich der Hamster?

– Kornern

– Nussen

– Keksen

– Zwieback

– Zweige

– Wasser

5. Warum sollte fur den Hamster ein Schlafkasten eingerichtet werden. Beantworte in Satzen.

Hamster brauchen ein Schlafkasten um sich darin ein Nest zu bauen wo er ruhe hat und nicht gestort werden kann.

Zeitungsbericht über schmied (friedrich dürrenmatt – der richter & sein henker)

Toter Polizeileutnant von Bernr /
br />

Die Polizei ist Ratlos

Bern (SPA), Der Dorfpolizist

Alphons Clenin fand am vor-

rigen Tag den Polizeileutnant

Ulrich Schmied tot in seinem

Mercedes auf.

Schmied wurde am 3.11.48 in der

Stra?e von Lamboing an dem

Walde der Twannbachschlucht

aufgefunden.

Die weiteren Untersuchungen

wurden dem Polizeikommissar

Herrn Barlach ubergeleitet, dieser

ist ebenfalls der Vorgesetzte des

Toten.

Durch einen Schuss eines

Armeerevolver wurde dem Polizist

von der linken Seite durch die

Schlafen geschossen, die Revolver-

kugel wurde am Stra?enrand aufge-

funden.

Barlach und sein Assistent Tschanz

berichteten das sie in Schmieds

Sachen einen Taschenkalender ge-

funden haben, indem sich an jedem

Mittwoch ein „G“ befindet.

Sie werden dieser Sache auf den

Grund zu gehen.

Die Polizei schlie?t aus das Schmied

Dienstlich unterwegs war, er musste

den Morder gekannt haben, denn

sonst hatte er nicht angehalten,

berichteten seine Kollegen.

Naturlich berichten wir weiter fur sie

uber den mysteriosen Tot von UlrichSchmied.

Sozusagen in der fremde von erich kästner

Sozusagen in der FremdeVon Erich Kastner

In dem Gedicht „Sozusagen in der Fremde“ stellt Erich Kastner die Einsamkeit eins Mannes in der Gro?stadt Berlin und dessen Verhalten dar.

Am Beginn sitzt der Mann an einem Tisch und beobachtet die Leute um ihn herum, dieser Anblick gefallt ihm jedoch nicht und so wird er nach seiner passiven Phase aktiv.

Das Gedicht ist in 5 Strophen à 5 Verse gegliedert. Der erweiterte Kreuzreim klammert die einzelnen Eindrucke zusammen. Die Reimform von Strophe 1 und 5 ist gleich. Es gibt einen abwechselnd 4- und 3 hebigen Jambus. Teilweise 2 – silbige Senkungen (Vers 1/6) signalisieren mit dem Jambus Bewegung. Erich Kastner verwendet haufig das Hilfsverb „sein“ und Umgangssprache weil das Gedicht jeden ansprechen soll. Dunkle und helle Vokale wechseln sich wie die Passivitat des Mannes durch die Aktivitat ab. Relativ kurze Aussagesatze beleuchten ein bestimmtes Element der Situation des Mannes. Die Strophen 1 und 5 bilden einen Rahmen, was zeigen soll, dass sich der Blickwinkel verengt und wieder zum Ausgangspunkt zuruckkehrt. Schlusselworter wie „sitzen“ und „sehen“ werden wiederholt. Vers 11 erinnert an ein Oxymoron („Der Saal war blass vor lauter licht“) und die letzte Zeile greift ein bekanntes Stichwort auf („Not macht erfinderisch“) was wie eine Moral am Schlu? wirkt, die die Kernaussage des Gedichts zusammenfasst.

Die drei dunklen könige von wolfgang borchert

Textbeschreibung zu ,,Drei dunkle Konige´´ von Wolfgang Borchert 14.10.04

1946/47 schreibt Wolfgang Borchert die Kurzgeschichte ,,Die drei dunklen Konige.´´ Sie handelt von einem Paar mit einem Neugeborenen, welche von 3 Uniformierten besucht werden. Diese geben ihnen Geschenke und verschwinden wieder. Schon der Titel erinnert an die biblische Erscheinung der Heiligen drei Konige an der Krippe des ungeborenen Jesus.

Die Personen in der Kurzgeschichte haben keinen Namen und werden lediglich als Mann, Frau, Kind, Einer, der Dritte oder als Heilige bezeichnet. Dies ist nicht die Geschichte bestimmte, Menschen. Sie steht symbolhaft fur viele. In der Einleitung wird ein dusteres Bild der Umgebung vermittelt. In der ersten Zeile werden Hauser beschrieben, die abgesprochen gegen den Himmel stehen. Dieses Bild zeigen viele Fotografien des Nachkriegsjahres 1946. Mond und Sterne fehlen. Kein Licht erhellt die Dunkelheit.

Wolfgang Borchert beschreibt den Mann kaum. Dagegen haben Pflaster, Latte, Holz und Tur Gefuhle. Sie erschrecken, weinen und seufzen auf.

Man kann erahnen, was dieser Krieg der Stadt angetan hat. Die Menschen sind abgestumpft und sind noch fahig Gefuhle zu zeigen. Der Hauptteil der Kurzgeschichte aber beginnt schon mit einem Hoffnungsschimmer. Das murbe, su?e Holz redet benahe wie Kuchen.

Konnen die Menschen sich uberhaupt an diesen Grund erinnern? Es scheint so, der Mann lacht leise. In Zeile 11 wird das Neugeborene mit dem kurzen Satz:,, Er schlaft´´ eingefuhrt.

Es wird liebevoll beschrieben, es ist gesund ,,er hat alles, was dazugehort.´´

Der Mann hat gro?e Sorgen um seine Familie. Er ist wutend auf die Umstande. In Zeile 21 mochte er jemanden die Fauste ins Gesicht schlagen.

Aber wem?

Das Feuer wirft in Zeile 23 ein Licht auf das schlafende Kind. Die Frau sieht in ihm einen Heiligenschein. Dieses Licht ist es wiederum, welches die Fremden anzieht. Trotz der Uniformen sind leise, flustern, und haben die Fu?e (Z.30). Sie haben alle etwas dabei, einen Pappkarton, einen Sache, der dritte ohne Hande trug seine Gabe in der Manteltasche.

Sie bringen Tabak, einen geschnitzten Esel und 2 gelbe Bonbons. Die Manner sind schwer angeschlagen beinahe todesnahe. Erfroren Hande, Wasser in den Beinen vor Hunger und kaputte Nerven sind die Zeichen des Krieges an den Mannern.

Als das Kind kraftig zu schreien beginnt und somit seine Gesundheit demonstriert schleichen die drei Gestalten aus der Ture zur Bestatigung, das alles Gut ist nicken sie ein letztes Mal. (Z.50)

Die Manner lassen in dritten Abschnitt eine fast gluckliche Familie zuruck. Das Kind ist lebendig, lacht eine ganz normale Familie.

Der letzte Teil der Kurzgeschichte ist ihr Schlussel.

Hier und klar, dass die ganze Geschichte ein Transfer der Weihnachtsgeschichte ist.

Die dunklen Konige der Überschrift sind die Heiligen drei Konige. Sie besuchen das Neugeborenen – Jesus. Ihre 3 Gaben sind Symbole fur Gold, Weihrauch und Myrrhe – der Tabak, dass Papier.

Auch der Esel hat biblischen Bezug. Hier kann man schon den Palmesel interpretieren. Die zwei gelben Bonbons sind Symbole fur das wiederkehrende Helle und die su?e des Lebens.

Au?erdem sicher zu dieser Zeit so wertvoll, wie Gold. Das Neugeborenen bringt die Hoffnung auf eine Zukunft in die Familie.

Wolfgang Borchert hat hier die Weihnachtsgeschichte mit all ihrer Hoffnung in schwere Zeiten auf die Nachkriegszeit des zweiten Weltkriegs transferiert.

Anfangs spurt man nur die hoffnungslose Stimmung, alles ist duster und leer.

Aber es kommen immer mehr Lichtstrahlen und Warme in die Geschichte, bis alles zum Ende hin hell und in voller Hoffnung erstrahlt.

Ich bin sehr fasziniert von dieser Art der Erzahlung und es regt mich an auch die Weihnachtsgeschichte nachmals in anderem Licht zu lesen.