Krieg oder Frieden?

Wozu sind Kriege da? Zur Reduzierung der Art. Ganz einfach, knallhart. Die Weltbevölkerung schreitet unaufhaltsam der 7 Mrd.-Grenze entgegen und es drängt sich geradezu die Frage auf, wie viel Platz die Erde dem Menschen bieten kann. Aber der Platz ist momentan nur das geringste Problem. Das größte Problem sind Ressourcen. Die Schlüssel zu den Ressourcen sind gewissermaßen der neuzeitliche Heilige Gral. Wer die Schlüssel in der Hand hält, ist der Herr im Haus. Wir werden versuchen einen Dritten Weltkrieg zu verhindern, aber es wird ihn geben, früher oder später, wenn nicht sogar früher. Letztlich sind Kriege gut, egal wie viel Schrecken sie verbreitet haben. Einige Ziele Hitler’s haben sich im Nachhinein, wenn auch anders als er es sich vorgestellt hatte, erfüllt. Deutschland ist die treibende Kraft in Europa (die meisten Sitze im Europäischen Parlament) , Russland wird zunehmend in die Ecke gedrängt und den „Siedlungsraum“ im Osten gibt es dank EU-Osterweiterung auch.

Damit es zu keinem Missverständnis kommt: Ich bin kein Anhänger nationalsozialistischen Gedankenguts, eher ein genauer Beobachter der Weltgeschichte und es erstaunt mich einfach, dass es das westliche Nachkriegsdeutschland geschafft hat, alte Ideen so zu präsentieren als wären sie neu und harmlos. Ich habe viel Zeit zum Nachdenken und es will mir nicht einleuchten, warum die westliche Welt versucht, eine Nuklearmacht, die Russland ist, immer weiter in die Ecke zu drängen.

Ein Tier, das man in die Ecke treibt, wird nicht mehr rational handeln. Warum versucht denn Russland krampfhaft, mit China zu kooperieren, der Feind seit Alters her? Warum versucht Putin, die Bodenschätze der Arktis in Beschlag zu nehmen und zu nutzen? Weil die russische Regierung, zwar primär an sich selbst, wie jede andere Regierung auch, an die Menschen denkt, die sie gewählt haben oder billigen. Sie brauchen Ressourcen um für die Zukunft stark zu bleiben.

Außerdem, ich glaube nicht, das die Staaten Krieg wollen. Wir befinden uns in einer Zeit des Wohlstands in Europa und Nordamerika. Welche Vorteile für die Staaten würde Krieg bringen? Keinen Einzigen. Man muss die Bevölkerung ruhig halten, alle haben eigentlich mit sich selber zu tun. Aber trotzdem werden Kriege geführt, die scheinbar wichtig für diese Länder sind. Wenn man sich ansieht, was Norwegen mit den Einnahmen der Erdöl- und Erdgasförderung macht, bekommt man ein Bild davon, warum Norwegen das Land mit dem höchsten Lebensstandard ist.

Momentan stehen, glaube ich, eine pro-Kopf-Rente von 50.000 € jedem Norweger zur Verfügung, die Norwegen aber noch zurückhält, nicht aus Habgier, sondern aus der Weisheit heraus, das es in Norwegen bald weder Öl noch Gas geben wird. Einfach nur um den Lebensstandard in 60 Jahren auf dem Niveau von heute zu haben. Norwegen hat zwar eine Armee, aber nur eine kleine, da NATO-Mitglied und daher von großen Brüdern gut geschützt. Es kann also seine Kraft für seine Bürger aufwenden, anstatt von Wettrüsten. Wenn man die Kriege abschaffen würde, würde sich der Lebensstandard aller rüstungsstarker Staaten vermutlich urplötzlich heben, da das Geld für andere, soziale Zwecke verwendet werden könnte.

Warum also nicht den kollektiven Weltfrieden ausrufen? Erstens weil es immer irgendjemand gibt, der stänkern muss. Letztlich ist das Urübel, das die westliche Welt von Satan abstammen lässt genau dieses. Adam und Eva im Paradies, allen ging’s gut. Nur einem gefiel das ganze nicht und musste gegen seinen Herrn stänkern und einen Aufruhr anzetteln. Adam und Eva, naiv wie man so ist, steigen voll darauf ein. Nichts anderes hat die deutsche Bevölkerung bewogen, Hitler zum Reichskanzler zu machen. Ich glaube nicht, dass ein Großteil der Bevölkerung den Krieg wollte. Nein, der Mensch will seine Ruhe. Aber es wurde ihnen suggeriert, dass sie Vergeltung wollen. Anstatt die Sache wieder ins Lot kommen zu lassen, wurde draufgehauen. Aber nicht, weil es die Menschen so wollten, sondern weil es einige Gruppen gegeben hat, die den Menschen gesagt haben, dass sie das wollen.

Demokratie existiert in diesem Sinne in der BRD genauso wie es den real existierenden Sozialismus in der DDR gab, nur das ich glaube, dass die DDR in diesem Sinne nicht ganz so verlogen war. Damals wurde den Leuten gesagt, wenn sie nicht konform mit der einschlägigen Meinung waren, dass sie sich aber ganz schleunigst zu verpfeifen haben oder die Klappe halten. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, der heutigen BRD ist es schlimmer. Wenn man nicht mit der vorherrschenden Meinung konform geht, darf man zwar seine Meinung öffentlich lautstark kundtun. Und dann wird man an den Pranger gestellt und bestenfalls ausgelacht. Was ist besser für einen Menschen? Vollständig abgewiesen zu werden, aber in der guten Hoffnung, dass es noch andere gibt, die genauso denken? Oder das Gefühl zu haben, dass man der Kasper der Nation ist und sein Gesicht nie wieder irgendwo öffentlich zeigen kann.

Auch hier der Hinweis: das die DDR ein Diktatur war, die in ihren Methoden verabscheuungswürdig ist, ist auch meine Meinung. Und die Demokratie ist das Beste was wir haben, auch wenn’s da von Zeit zu Zeit Defizite und Mängel gibt. Aber wenn sich die Regierungen „demokratischer“ Staaten einen Dreck um die Meinung ihrer Bürger schert, dann ist sie auch nicht demokratisch. Siehe Amerika. Siehe Großbritannien. Siehe Spanien. Bei den letzten zwei scheint Besserung eingetreten zu sein. Aber man sieht, das nur der Staat im Nachhinein glücklich war, in dem man den Menschen die Entscheidungen abgenommen hat. Und der Staatsapparat an sich ist auch froh, mal nicht entscheiden zu müssen. Entscheidungen machen andere. Minister sind nichts weiter als Strohpuppen für irgendwelche Grauen Eminenzen im Hintergrund. Wenn die Mitarbeiter in den Ministerien sich irgendwelchen Blödsinn ausdenken, dann wird das natürlich dem Minister vorgelegt. So weit klar. Wenn aber ein Gutachter bescheinigt, dass die Idee ganz sinnvoll ist, dann wird er natürlich zustimmen. Macht jeder. Wenn sich jemand schon mal die Sache durch den Kopf hat gehen lassen, dann stimmt man meist ganz schnell zu und denkt nicht nochmal darüber nach. Und dann machts Bumms!, der Plan klappt doch nicht so, wie er sollte, eine ganz dumme Eigenart von Plänen, und dann wird meist ein Schuldiger gesucht. Der einschlägigen, durch die Medien erzeugte Meinung ist, dass man dafür eigentlich dem Minister den Stuhl abzusägen hat. Die Gurken im Hintergrund, die letztlich an der Sache Schuld waren, können weiter machen. War ja nicht ihre Schuld, dass so’n blöder alter Mann sich das Kleingedruckte nicht durchgelesen hat.

So entstehen Kriege. Weil sich irgendwelche Leute im Hintergrund zusammentun, sich einen Dummen aussuchen und dem dann ihre Ideen unterschieben. Und richtig hart kommt es, wenn es einer von denen schafft an die Macht zu kommen und dann eine Diktatur aufbaut. Das Regime Saddam Hussein an sich war nicht schlecht, da er nur an sich dachte, militante Gruppen verbieten ließ und somit gewissermaßen Ruhe ins Land brachte. Dass das aber schlecht für die Kurden war, die gerne einen eigenen Staat gehabt hätten, war nur ein, wenn auch schwerwiegender, Nebeneffekt. Wie man gegen die Kurden dann vorging, war nicht wirklich okay, mit anderen Worten gesagt, widerwärtig. Das Problem an der Sache ist nur, dass es tatsächlich ein innenpolitisches Problem ist. Die vielen Millionen Amerikaner, die an den Missständen einer Sozialpolitik leiden, werden gerne mal Tod geschwiegen. Ich meine wenigstens eine Reform der Versicherungen kann sich das tollste Land von der Welt mal leisten, oder? Aber die Massen werden dort ruhig gehalten, in dem man McDoof und die Micky Maus auf sie los lässt, außerdem die Medien. In einem Land, wo es so etwas nicht gibt, weil Diktatur, muss man sich anderer, härter Mittel betätigen, diese Leute ruhig zuhalten.

Bis vor kurzem hat uns die Diktatur in Birma herzlich wenig interessiert, einfach deswegen, weil es ruhig war. Aber wehe wenn die Massen losgelassen. Dann heißts plötzlich, „Böses Birma, wir ignorieren dich gekonnt und jetzt machst du solche schlimmen, schlimmen Sachen. Dudu!“ Aber es wird nicht einmarschiert um die Missstände zu beseitigen. Genau wie in Afrika, wo es einfach mal nur soviel Diktaturen und Menschenrechtsverletzungen gibt, wie sonst nirgendwo. Aber die haben kaum Rohstoffe, die heute noch von wirklicher Bedeutung wären. Wenn es aber irgendeiner Wirtschaft gefällt, und sich in so einem Land niederlässt oder niederlassen will, sich aber mit der Regierung dort wie und Hund und Katze verhält, dann kommt die Anfrage an den Lobbysisten: „Kannste mal was lostreten?“ Die Sache mit der USA und dem Irak war diejenige, dass die Ammis noch jede Menge Zeugs vom Kalten Krieg rumliegen hatten, aber auch gerne neues Spielzeuge ausprobieren wollten. Hinzu kam das Öl. Aber wie nun rechtfertigen? Na ja, man wusste, dass der Irak mal Massenvernichtungswaffen besessen hatte, also dachte man sich, das Argument hat einmal gegriffen, warum nicht ein zweites Mal? Dummerweise hatte man aber in den letzten auch besser aufgepasst und erkannt, dass es solche Waffen nicht gab. Also sagte man Hussein eine Verbindung zu Bin Laden nach, die Hussein niemals gebilligt hätte, da Bin Laden ein Störenfried war. Wie auch immer, es kam zum Krieg, die Kurden haben ihren eigenen Staat bis zum heutigen Tag noch nicht, Frieden ist auch keiner, aber dafür hat man günstig eine Haufen alten Waffenschrott entsorgt, ein bisschen neue Waffen getestet, unter realen Bedingungen versteht sich, und nebenbei ein paar einträgliche Geschäfte getätigt.

Der Dritte Weltkrieg wird ein Krieg Mann gegen Mann oder auch Frau gegen Frau oder Frau gegen Mann werden. Aber vor allem wird er anders aussehen, wie in der bisherigen Geschichte. Es wird keine klare Grenze mehr geben zwischen Zivilisten und Militär. Das Militär muss zusehen wie die Zivilisten früher und der Zivilist hat zu kämpfen und zwar um sein Leben. Früher opferte man ein Bataillon für den Tödlichen Schlag gegen den Gegner. Heute wird es ein Flugzeugbesatzung sein, die geopfert werden muss, damit nicht noch mehr ihr Leben lassen müssen. Ein Charakterzug des Krieges ist es, moralische Fragen schleunigst über Bord zu werfen, ansonsten kann man sein eigenes Grab schaufeln, der Gegner denkt über solche Fragen nämlich auch nicht nach. Und der Terrorismus ist eine Kriegsform, bei der die Moral vollkommen außen vor bleibt. Den Flugzeugentführern ist es nämlich egal, wie viel sie mit sich in den Tod reißen. Wenn es die US Air Force am 11.09.2001 geschafft hätte, die Anschläge zu vereiteln, indem sie die entführten Personenmaschinen abgeschossen hätten, wären sie offiziell zu Helden erklärt worden, die wenigen Opfer hätte man auch betrauert und das System hätte Schule gemacht.

Eines muss klar sein. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, auch wenn wir es wollen oder nicht. In letzter Zeit wird viel über Toleranz gesprochen, aber gemeint wird Akzeptanz. Und wir müssen akzeptieren: Bis zum Dritten Weltkrieg dauert es nicht mehr lange. Der Dritte Weltkrieg begann schon. Jeden Tag, den wir leben, müssen wir uns im Klaren sein: Heute ist Krieg.

//Anmerkung: Wär schön zu wissen, was ihr dazu sagt. Hab ich recht, oder bin ich nur ein Spinner?

Antwort auf cora-babys review:

Als allererstes ein großes Dankeschön für deine Review. Du hast geschrieben, dass es zu wenige Menschen gibt, die sich über diese Themen Gedanken machen würden und sie aufschreiben und veröffentlichen würden. Ich kann dem vielleicht noch hinzufügen, dasses vielleicht deshalb so wenige sind, weil sie so wenig Feedback bekommen. Ich mach mir doch keine Gedanken, wenn ich weiß, dass man mich sowieso für einen Spinner abstempelt und ich verspottet werde. Deshalb, noch mal Danke für dein Review. Es motiviert zum weiter denken.

Dein erster Punkt ist die Frage, ob der Frieden keine Chance mehr hätte, wenn wir uns jeden Tag im Krieg befinden würden. Wenn man sich die Geschichte betrachtet gab es nie tatsächlich Frieden. Die Zeit zwischen zwei Kriegen, die wir als Frieden bezeichnen, ist letztlich einfach nur das, was es ist. Die Zeit zwischen zwei Kriegen, die Zeit in der eine Nation Kraft sammelt um einen neuen Krieg zu begehen, beziehungsweise sich vor einen Krieg zu schützen. Wenn man das macht, ist kein Frieden, sondern Wettrüsten. Der Bevölkerung wird der Frieden vorgegaukelt. Die Bevölkerung ist sowieso immer der Leidtragende und das geht nun mal damit los, das wir pausenlos nicht informiert werden , im Klartext belogen werden (eine Lüge ist auch das Weglassen des Wahren). Deutschland hat die größte in Waffen stehende Armee Europas. Wenn wir Frieden hätten, bräuchten wir keine solche Armee, eine Polizei, die die Bevölkerung vor innerem Zwist schützt würde da ausreichen. Frieden ist nun einmal ein Ideal, welches wir erreichen sollten, es aber so auf dieser Welt nicht mehr schaffen werden. Das ist zumindest meine Ansicht.

Dein nächster Punkt, oder deine nächsten Punkte betreffen die Anschläge vom Elften September und ihre Auswirkungen. Ich werde sie mal Zwei.Eins und Zwei.Zwei bezeichnen. In Zwei.Eins gehst du darauf ein, was passiert wäre, wenn die Airforce die Passagiermaschinen abgeschossen hätte. Du bist der Ansicht, „es hätte einen Aufschrei in der Welt gegeben, [von dem] sich die USA nie erholt [hätte]“. Ich muss dir zu einem Teil Recht geben. Es hätte einen Aufschrei gegeben. Und die USA wäre mit Sicherheit in Bedrängnis geraten. Allerdings wäre von ihren Seiten der Konter gekommen, dass man gewissermaßen im Kriegszustand befunden habe. Wenn eine Regierung eine öffentliche Meinung, mag sie nun gut sein oder schlecht, nieder reden will, dann schafft sie es auch. Kann gut sein, kann aber auch schlecht sein. Experten hätten bestätigt, dass die Twin Towers zusammengestürzt wären und ein Angriff auf das Pentagon kommt einem kriegerischen Akt gleich.

Damit komme ich zu Punkt Zwei.Zwei. Du behauptest in diesem Teil, dass der Elfte September die Vorraussetzung für den Krieg gegen den Terrorismus war, somit von der Regierung Bush gewollt. Nun, vielleicht hast du Recht damit, dass es die Regierung wollte. Vielleicht war es aber auch nur dummer Zufall (Obwohl auch ich nicht so gerne an Zufälle glaube…). Genau gesagt, wir wissen es nicht und werden es auch, verschiedenen Verschwörungstheorien zum Trotze nie wissen. Wir wissen auch nicht, was Goebbels und Göring in den Nürnberger Prozesse alles von sich gegeben haben. Der Krieg gegen den Terror war von Anfang an eine Farce, da gebe ich dir Recht. Allerdings, es gab zu dem Zeitpunkt noch keine genauen Erfahrungen mit dem Kampf gegen Terrorismus. Wir stehen wieder an dem Punkt zu einer neuen Art der Kriegsführung, wie schon mehrfach in der Geschichte. Im Mittelalter hatten mit dem Auftauchen von weitreichenden, schlagkräftigen Waffen die schwere Reiterarmee ausgedient. Napoleons-Treue Truppen wurden in Spanien durch Guerillakrieg zurückgeschlagen. Heute sind wir mal wieder an so einem Punkt angekommen. Man hatte sich wieder wie früher auf die alte Stärke verlassen und dabei vergessen, dass alles einem ständigen Wandel unterzogen ist und das die Stärke die Schwäche von heute und die Niederlage von morgen ist. Wir leben mit der Theorie der Evolution, wenden sie aber nicht an.

Ich persönlich glaube auch nicht, das man Bin Laden und „seine“ Al Quaida hätte zur Rechenschaft ziehen können. Terrororganisationen sind so angelegt, dass man sie nicht oder nur schwer zu fassen kriegt. Man könnte vergleichsweise auch probieren ein Gespenst festzuhalten.

Das Ende eines Krieges muss nicht dann erreicht sein, wenn die eigenen Leute fallen. Es fallen nicht die eigenen Leute, sondern Soldaten, Menschen die eigentlich für Kampf und Tod ausgebildet sind. Und Angriffe auf sein eigenes Territorium würde wohl kein Staat akzeptieren, dass nicht ganz bei Sinnen wäre. Das wäre so, als wenn du morgen aufstehst und in deinem Flur sitzt einer, der den Schlüssel zu deiner Wohnung hat. Den würdest du auch raus schmeißen. Denn wenn du das nicht tust, sitzt du eines Tages vor der Tür. Der Mensch ist nicht gut an von Geburt. Der Mensch ist böse. Da hat die Bibel vollkommen recht. Und den Dritten Weltkrieg sehen wir deshalb nicht, weil er schon angefangen hat, und zwar heimlich still und leise. Du musst damit rechnen, dass du morgen von einem sonst wie motivierten Attentäter irgendwo in die Luft gesprengt wirst. Ich möchte damit nicht sagen, dass wir uns in unsere Häuser zurückziehen sollen, sondern nur sagen, dass wir uns auch nicht allzu viele Sorgen machen sollten. Wir sollen uns eher überlegen, was wir noch von dieser Titanic mit zu wenig Rettungsbooten retten können um sie am schwimmen zu halten.

Sicher werden die USA ein zweites Vietnam vermeiden wollen, nur: Sie sind mittendrin! Wenn man sich nur auf die eigene Stärke verlässt, vergisst man, dass andere auch Stärken haben, die man ihnen als Schwächen ansieht. So ist es aber bis jetzt fast allen gegangen. Wer zu stark sich selbst vertraut, sieht nicht mehr, dass er schwächer und schwächer wird. Ich gebe dir vollkommen recht, wenn du sagst, dass sich die USA nur auf die vermeintlich Schwachen stürzen würden. Aber dass ist immer so gewesen und wird auch immer so bleiben.

Nun noch zu deinem letzten Punkt. Der Dritte Weltkrieg. Du denkst auch noch in den alten Sphären. „Das Problem ist nämlich, dass einer anfangen muss.“ Du denkst, dass nur souveräne Staaten Kriege führen können. Aber das Problem ist, dass in einer globalisierten, kapitalistischen Welt von heute jeder der nur ein bisschen Ahnung von Chemie, eine ausreichende Waffenkenntnis und die nötigen Kontakte haben muss, zum Beispiel zu Terrornetzwerken. Terror ist nicht unehrenhaft, schlecht. Terror ist Krieg. Krieg ist schlecht, unehrenhaft. Wir sollten uns von unserem antiquierten Kriegsbegriff verabschieden. Der gilt jetzt nicht mehr. Außerdem hat es keine Bedeutung, ob ein Staat weiß, dass er keine Chance hat, wenn er einen Krieg beginnen würde. Auch du unterschätzt da meiner Ansicht nach Russland. Russland ist weder Westen noch Osten. Russland ist Russland. Und Russland hat genug Atomraketen und -Bomben um den Amerikanischen Raketenabwehrschild, wenn er denn mal fertig wird, mehr als zweimal zu durchlöchern. Und wenn sich die Regierung gezwungen sieht, diesen Schritt zu tun, wird sie diesen tun. Jede andere Regierung im Übrigen auch. Und zu dem Thema Russland und China: Deutschland und Sowjetrussland haben in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts den selben Schritt getan. Deutschland war wieder im Aufwind, hatte aber keine Partner. Sowjetrussland stand genauso da, nur das es mit der Wirtschaft nicht so voran gehen wollte wie es sollte. Als das Bündnis geschlossen wurde, ging ein Aufschrei durch die Welt. Heute braucht Russland einen Absatzmarkt, außerdem neue Verbündete, da die alten vom Westen aufgekauft werden. China boomt, ist ein prima Absatzmarkt für Russland. Außerdem bracht China Rüstungstechnik, die sie bevorzugt von den Russen kaufen. So bekommen beide was sie wollen. Wenn wir nicht wollen, dass sich China und Russland zu neuen Supermacht zusammentun, dann müssen wir Russland schleunigst aus ihrer Zwickmühle befreien, tun wir aber nicht, weil wir damit über unseren Siegerschatten von 1989 springen müssten.

Treffen sich zwei Planeten. Sag der eine: „Ach, geht mir’s schlecht. Ich weiß nicht was es ist. Kannst du mal schauen?“ Der Andere schaut sich den Planeten lange an und sagt dann: „Oh, ich weiß was du hast. Es nennt sich ‚Menschen‘. Aber keine Angst, das vergeht wieder.“
Ich glaub das beschreibt die Situation ziemlich gut 😉

Ach, ja: ich freu mich trotzdem immer wieder über Reviews!!!!!

Antwort auf schaloddelchens review:

Erst mal wieder ein ganz großes Dankeschön. Solche Reviews machen Mut zum weitermachen. Dein Text mag zwar konfus sein, aber das Problem hab ich auch immer wieder. Wohin mit den vielen Gedanken? Und dann entsteht halt ein Gedankenmix. Mach dir also nichts draus. Und das mit dem verdammt intelligent… sag das mal meinem Physikprof *g* Du würdest ihn wahrscheinlich zu einem Lachanfall ungeklärten Ausmaßes reizen. Wobei sich mir da immer wieder die Frage aufdrängt, warum ich eigentlich noch in dem Studiengang sitze. Vielleicht liegt es daran, dass ich einfach nicht zugeben will, dass es nicht meine Zukunft ist. Auf alle Fälle fühle ich mich von dir gebauchpinselt XD

So, damit komme ich mal zu deinen Ausführungen/Senf. Die Sache mit den USA lasse ich weg, die ist nun wirklich ausgekauter als ein drei Tage alter Kaugummi (man mag es sich gar nicht vorstellen…).

Äh, noch was zur Vorbemerkung. Manchmal bin ich unfähig, Sarkasmus und dergleichen von der realen Meinung eines Autoren auseinander zuhalten. Deshalb hoffe ich mal, du bezichtigst mich hier nicht nationalsozialistischen Gedankenguts. Ich habe die selbe Meinung über Nazis wie du, allerdings ist die zu den Linken genauso. Mit denen habe ich das Problem, dass sie mir fast einhundert Jahre an Unterdrückung und dergleichen einfach schön reden und mir weiß machen wollen, dass sie moderner sind und nicht die selben Fehler machen würden. Und wie ich schon sagte, wirkliche Demokratie ist es nicht, was haben, aber sie ist immer noch allem anderen vorzuziehen. Ich bin froh, in so einem Land zu leben, den hier kann ich solche Texte verzapfen, zu einer anderen zeit oder an einem anderen Ort könnte ich mir da schon mal Gedanken über meine Trauerfeier machen.
Dein Gedanke zur Diskriminierung ist genial. Er lässt sich auch auf viele weitere Aspekte des öffentlichen Lebens übertragen. Alles ist ein Kreislauf, in dem Schwarz und weiß zu einer hübschen Grauzone vermischt werden. Ich nehme Nazis gerne mal in Schutz, nicht weil sie dumm sind, sondern weil ihnen meist (ich weiß, es gibt auch kluge Nazis, die sind aber weit gefährlicher als der normale Wald und Straßennazi) genau das eingeredet wurde. Durch meinen Vater, der ABMs angeleitet hat, kenne ich einige Nazis. Und die meisten sind auch ganz nett. Nur hat das denen im Leben noch nie jemand wirklich gesagt. Ergo projizieren sie ihre Wut ganz emotional auf andere Leute. Dann kommt meist ein kluger Nazi und sagt ihm: „Hej, es ist nicht deine Schuld. Die da, die Ausländer, Juden, wer-auch-immer sind dran Schuld.“ Dann kommen ein paar Argumente, über die man eigentlich nur lachen kann, die aber in dieser Situation wirklich gut klingen. Und schwupps, wieder ein Rechter mehr. Unsere Gesellschaft macht sich Nazis, wenn es ein paar wenige sind, kann man drüber weg sehen, aber wenn es viele, zu viele werden, dann sollte man sich schon fragen, was wir Alle falsch machen. Wir reden nicht mehr. Wir handeln. Arschlöcher gab es schon immer. Aber man kann dafür sorgen, das es nicht mehr werden. Aber wer bin ich schon, Vorschläge zu einer Verbesserung der Welt zu machen? Und du hast absolut recht mit deinem ‚ewigen Teufelskreis‘!

Es ist nun einmal so, dass sich alles weiterentwickelt. Da ist nun mal auch die Kriegsführung mit eingeschlossen. Es gab Zeiten, da waren die Städte Schlachtfelder. Das kommt jetzt wieder. Terroristen mit Panzern und Flugzeugen zu bekämpfen ist genauso dumm, wie einen Insektenschwarm mit Kanonen anzugreifen. Man trifft vielleicht einige wenige, aber der Großteil bleibt am Leben. Und auch hier gilt wieder das 3. Newton’sche Axiom: actio = reactio. Gewalt erzeugt Gegengewalt. Die Ursprünge des Terrorismus liegt in Staaten, in denen die Blutrache noch bis vor gar nicht all zu langer Zeit Gang und Gebe war. Und wir fragen uns noch, warum das Wespennest nicht ruhig sein will.

Der Dritte Weltkrieg ist auch Panikmache. Bis zu dem Zeitpunkt, wo er ausbricht. Es ist doch durch die Medien alles so alltäglich geworden. Wenn wir davon ausgehen, das Terrorismus eine Art des Krieges ist, dann herrscht heute in fast jedem Staat ein gewisser Kriegszustand, was einen Weltkrieg eben ausmacht. Ich habe damals (September 2001) auch damit gerechnet, dass der Weltkrieg ausbricht. Allerdings wollte das bei ordentlichem Nachdenken keinen Sinn ergeben. Warum sollte auf Grund eines Zwischenfalls ein sorgfältig zusammengeschustertes Staatengefüge auseinander brechen (UNO)? Letztlich ist es ein bisschen wie mit der Türkei und Griechenland. Beide sind in der NATO, rasseln sich aber ordentlich mit dem Säbel an. Was sich da für Dramen glaubt man fast gar nicht. Aber es wird nicht von Krieg gesprochen. Ich hoffe, dass alle Recht haben, dass wir uns nicht gerade im Dritten Weltkrieg befinden. Aber ich glaube auch an die Worte Albert Einsteins „Ich weiß nicht mit welchen Waffen der Dritte Weltkrieg ausgefochten wird…“. Ich weiß es auch nicht. Aber vor dem Nuklearen Waffenarsenal haben alle zu viel Angst, um es wirklich einzusetzen. Es ist ein hervorragendes Verhandlungsargument, warum pocht der Iran denn so auf sein Recht, sich selber so was zu bauen?

Wir haben gelernt, wie schnell sich etwas ändern kann? Haben wir das wirklich? Wenn wir es wirklich gelernt hätten, wäre es vermutlich seit dem Sündenfall zu keinen großen Vorkommnissen in der Geschichte gekommen. Unsere Generation mag es gelernt haben. Und die generation davor und davor und davor und davor und….. Die Frage ist, werden wir es unseren Kindern und Enkeln lehren? Die Welt gehört den Kindern. Die Welt gehört immer dem Morgen. Und wir müssen dafür sorgen, das die Welt von morgen besser wird. Viele haben es versucht. Sie haben zwar nicht ihr Ziele verwirklichen können, sind aber wieder einen Schritt weiter gekommen. Und das sollte auch unser Ziel sein. Wir könne die Welt nicht verändern, von einem Tag auf den anderen. Dafür ist uns zu wenig Zeit gegeben. Aber wir können im Kleinen daran arbeiten.

Okay, ich hoffe, wenigstens etwas beantwortet und vielleicht wieder ein paar Fragen aufgeworfen zu haben. Fragen kann man nie genug. Man sollte aber eben auch Antworten finden.