Parteien – Was sind Parteien? (Kurzvortrag)

Was sind Parteien?

Parteien sind Vereinigungen von Bürgern, die an der politischen Willensbildung des Volkes teilhaben.

Eine Partei muss

  • Demokratisch organisiert sein
  • Über eine ausreichende Zahl an Mitgliedern verfügen (Zahl ist nicht definiert)
  • Innerhalb von 6 Jahren an mindestens einer Bundes- oder Landtagswahl teilnehmen
  • Ein Programm haben

Funktionen von Parteien

  • Legitimationsfunktion = Politiker sollen dazu beitragen, dass die Bürger das politische System anerkennen und akzeptieren
  • Interessenartikulation = Interessen der Bürger anhören und umsetzen
  • Programmfunktion = Parteien müssen eine Gesamtvorstellung von Politik entwickeln und sollen sich nicht nur auf ein bestimmtes Interessengebiet (Bsp. : Bildung) konzentrieren. Sie sollen ein Programm entwickeln.
  • Partizipationsfunktion = Chance des Bürgers politisch zu wirken ( bei/ nach Parteieintritt) ; geringste Form von Partizipation = Wahl
  • Personalrekrutierung = Parteien wählen Kandidaten für Ämter

Finanzierung der Parteien

  • Eigene Mittel = Spenden, Mitgliedsbeiträge, Abgaben der Mandatsträger
  • Staatliche Mittel = 0,38 € je Euro eigener Einnahmen, 0,70 € je Wählerstimme bei Bundes- und Landtagswahlen (bei min. 0,5 % ; jährlich)

Parteientypologie

  • FDP = liberal
  • KPD = kommunistisch
  • SPD, PDS, WASG = sozial / sozialistisch
  • CDU = demokratisch
  • NPD, DVU, Republikaner = rechtsextrem
  • CDU + CSU = christlich
  • CDU + CSU = konservativ
  • B90/Grüne = ökologisch
  • CDU, SPD,… = Volksparteien
  • Graue Panther, BP (Bayern Partei), … = Interessenparteien