Römische spuren in der gegenwart

Dort, wo sich vor ca. 2000 Jahren die romische Weltmacht, das Imperium Romanum erstreckte, findet man heute noch Spuren der Romer. Entweder Gebaude, die teilweise noch erhalten geblieben sind oder Bauweisen und Techniken, die in das heutige Leben ubernommen worden sind.

Es fangt an mit der Lateinischen Sprache und den Zahlen. Die Lateinische Sprache gilt als tote Sprache, doch in vielen, gerade auch europaischen Landern, kann man vieles vom Lateinischen ableiten. Auch in wissenschaftlichen, medizinischen, pharmazeutischen, zoologischen, botanischen, chemischen, astrologischen, literarischen Fachgebieten und im Dichtungswesen kommen haufig lateinische Worter vor. Gleichzeitig dienen diese der internationalen Verstandigung.

Die meisten romischen Gebaude findet man naturlich in Rom und im ubrigen Italien. Z. B. der Tempel Pantheon in Rom ist einer der beruhmtesten Tempel der Welt. Der Bau wurde von Kaiser Hadrian im Jahre 118 beauftragt und im Jahre 128 vervollstandigt.

Amphitheater findet man auch heute noch verstreut im damaligen Romischen Reich. Amphitheater hei?t wortlich „doppelte Theater“. Es sind elliptische Arenen mit rundum angeordneten Sitzreihen, in denen Tier- und Gladiatorenkampfe stattfanden. Das am fruhesten von den Romern erbaute Amphitheater (75 vor Chr.) stand in Pompeij. Das gro?artigste und bekannteste ist naturlich das Colosseum. Es fasste ca. 50 000 Zuschauer, ungefahr so viel wie heute ein gro?es Sportstadion.

Thermen gab es in Rom im Überfluss, schatzungsweise 952. Offentliche Bader bildeten einen wichtigen Teil der Kultur des Romischen Reiches. Kaiser Caracalla lie? die meisten Bader im Imperium Romanum erbauen. Zu einer Therme gehorten Sitzwannen fur Warmwasserbader von 3 verschiedenen Temperaturen, Schwitzbader und offene Schwimmbader, Vorlesungsstatten, Wohnzimmer und Übungseinrichtungen. Die schon mit Marmor und Mosaiken ausgekleideten Hallen wurden im Laufe der Jahrhunderte durch Fu?boden- und Wandbeheizung noch komfortabler gestaltet.

Da das Wasser der Flusse durch die Abwasserkanale immer schmutziger wurde, lie?en die Romer frisches Wasser aus Gebirgsquellen und Seen von weiterer Entfernung uber bruckenartige Steinbauwerke, sogenannte Aquadukte mit einem Gefalle von ca. 0,2 bis 0,5 % in die Stadte flie?en. Oft findet man noch heute Teile dieser Monumentalbauten.

Um den Handelsverkehr im Romischen Weltreich auszubreiten, bauten die Romer Handelsstra?en. Die „Konigin der Stra?en“, die Via Appia, war die erste, wichtigste Fernstra?e in der romischen Antike. Sie fuhrte von Rom nach Brindisi, Suditalien. Teile dieser Stra?e mit erhaltenem Kopfsteinpflaster existieren noch heute.

Triumphbogen findet man in der heutigen Zeit noch sehr oft. Sie wurden zu Ehren bestimmter Personlichkeiten errichtet. Ein noch recht gut erhaltener steht im heutigen Trier, der Triumphbogen „Porta Negra“.

Die meisten Spuren des Romischen Imperiums in Deutschland findet man im Westen und Suden.