Zur person leonardos

Diesen Abschnitt wurde ich grundsatzlich nicht in dieses Deutschreferat einbringen, da es weder etwas mit der Fragestellung, noch mit da Vincis Verdiensten zu tun hat. Allerdings war mein Anliegen , auch einmal auf die menschlichen Attribute des Leonardo da Vinci einzugehen, da diese bei den meisten namhaften Personlichkeiten in den Hintergrund rucken und nur noch der Erfolg und die Ergebnisse der Arbeiten und Studien wahrgenommen werden, die zu Lebzeiten erreicht wurden; doch im Falle des Leonardo da Vincis sind Ergebnisse und Erfolge ohnehin hinreichend bekannt.

Sigmund Freud berichtet in seinem Buch „Eine Kindheitserinnerung des Leonardo da Vinci“ , da? der Kunstler der gleichgeschlechtlichen Liebe nicht gerade abgeneigt war. Die Veroffentlichung offenbart ferner, da? Leonardo da Vinci bis zu seinem Lebensende keusch blieb, also niemals Sex hatte; er lebte seine Sexualitat aus, indem er sich immer mit jungen Mannern in den Kunstakademien in denen er sich gerade aufhielt umgab.

Leonardo da Vinci verachtete alle, die sich mit ihrem Besitz und Reichtum ausstaffieren. Er ha?te diejenigen, die vergessen hatten, wo sie herkommen, jene, die die geraumigsten Anwesen besa?en, in den gro?ten Schlossern residierten und die prunkvollsten Kleider trugen, doch Leonardo wurde mit der Zeit – ohne es zu bemerken – genauso, wie die von ihm so verabscheuten Personen. Er hullte sich nur noch in die edelsten Gewander, die aus erlesenstem Tuch gefertigt wurden. Er lebte zeitweilig in Schlossern und hatte viele Bedienstete und Diener, die ihm jeden Wunsch von den Augen abgelesen hatten.